Wissen wo’s herkommt – Footprint Chronicles® legen Patagonias Lieferkette offen

Heute morgen noch habe ich einen sehr guten Beitrag von Fabian auf hugsforhikers.com zum Thema „Outdoor und Nachhaltigkeit – Rio +20“ gelesen. Das Thema Nachhaltigkeit ist dank des Gipfels, der schneller vorbei war als er angefangen hatte, zur Zeit wieder ein Über-Thema in der Presse. „Green Economy“ soll laut der grauen Herren an den Tischen in Rio die neue Nachhaltigkeit sein.

Ein Unternehmen, das bereits schon mächtig an der Nachhaltigkeitsschraube gedreht hat, ist der US-amerikanische Outdoor-Bekleidungshersteller Patagonia, der schon seit längerer Zeit nach der Philosophie arbeitet:

Stelle das beste Produkt her, belaste die Umwelt dabei so wenig wie möglich, inspiriere andere Firmen, diesem Beispiel zu folgen und Lösungen zur aktuellen Umweltkrise zu finden.

Nun hat das Unternehmen die Footprint Chronicles® (FPC) veröffentlicht, die die Lieferkette von Patagonia offen legen sollen. „Die Footprint Chronicles® nehmen Patagonias Geschäftspraktiken unter die Lupe – mit dem Ziel, unsere Lieferkette offenzulegen und so unsere negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen, und die der gesamten Branche, zu verringern. Wir sind lange genug im Geschäft, um zu wissen: Wenn es uns gelingt, eine Belastung zu minimieren, dann werden andere Unternehmen dem Beispiel folgen“, so steht es auf der Startseite der Chronicles.

Das Projekt ist laut Patagonia bereits im Jahr 2007 gestartet, als Nachhaltigkeit und Transparenz in der Branche noch keine Begriffe waren. Die Firma möchte aber nicht nur die Lieferkette offen legen, sondern sieht in den FPC eine Möglichkeit, mit den Unternehmen und Zulieferern auf der ganzen Welt zu kommunizieren.

„Wir wollen mit den Footprint Chronicles@ ein Forum schaffen, auf dem man sich über Probleme informieren kann. Denn das ist in unserer Brache wichtig und an der Zeit.“

Dabei wäre es eine Win-Win-Lösung, denn die Zulieferer könnten auf Missstände hinweisen und Patagonia kann darauf reagieren, verkauft Jill Dumain, Direktorin für Umweltstrategie bei Patagonia das Projekt.

In meinem Artikel zur Patagonia Women’s R2 Jacket Fleecejacke war das Thema „Patagonia und Daunen“ noch ein großes Thema. Wie die Diskussion zwischen Endverbrauchern und Patagonia letztlich ausgegangen ist, kann ich nicht sagen. Nichts desto trotz finde ich es gut, dass Unternehmen mit Pioniergeist vorweg gehen und Dinge öffentlich machen, die bei vielen Weltkonzernen hinter vorgehaltener Hand geschehen. Es bleibt abzuwarten, was sich in den nächsten Jahren tun wird.

2 Kommentare

  1. Aus verlässlicher Quelle kann ich immerhin berichten, dass im nächsten Jahr (fast) alle Daunenprodukte von Patagonia aus garantiert Stopfleberfreier Produktion in Polen kommen sollen – das ist doch mal was feines, denn da wurde reagiert.

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