Die Vernunft beginnt bereits in der Küche

Dass ich irgendwann mal einen Artikel auf meinem Blog zum Thema „Vegetarismus“ veröffentlichen würde, hätte ich mir bis vor ein paar Wochen nicht ausmalen können. Grillmeisters bei einer Gartenparty, der, der immer am lautesten geschrien hat, wenn es irgendwann mal kein Fleisch gab. Ja, ich, der morgens den Tag mit Bacon und Mettbrötchen startete und ihn abends mit kleinen Partysalamis vor dem Fernseher ausklingen ließ. Ein Tag ohne eine Scheibe Wurst auf dem Frühstücksbrötchen? Kam gar nicht in die Tüte!

Und ich beschäftige mich jetzt mit Vegetarismus? Ja! Und nein. Denn ich beschäftige mich eigentlich nicht damit, sondern praktiziere den bewussten Verzicht auf Nahrung von toten Tieren einfach so und ohne groß darüber nachzudenken. Aber wie kam es dazu? Was hat mich bewegt, eines meiner Grundprinzipien so grundlegend zu ändern? Aber fangen wir vorne an.

Was ist Vegetarismus?

Eigentlich gehe ich davon aus, dass man vegetarische Ernährung in unserem Zeitalter nicht mehr umfangreich erklären muss. Jeder hat – davon gehe ich aus – mindestens einen Vegetarier im Freundes- oder Bekanntenkreis, wenn nicht sogar in der Familie. Gibt man das Wort „Vegetarismus“ bei Wikipedia ein, erhält man folgende Definition:

Gemeinsames Merkmal aller vegetarischen Ernährungsweisen ist das Meiden von Nahrungsmitteln, die von getöteten Tieren stammen, wie Fleisch und Fisch.

Dieser Satz trifft die vegetarische Ernährung wie der Hammer den Nagel auf den Kopf. Noch einmal kurz und knapp formuliert: Kein Fleisch, kein Fisch. Basta. So weit dürfte eigentlich jeder über diese Form der Ernährung Bescheid wissen. Im Gegensatz zur veganen Ernährung stehen tierische Produkte wie Eier, Milch etc. jedoch meist auf dem Speiseplan eines Vegetariers.

Und warum nun vegetarische Ernährung?

Im Laufe des letzten halben Jahres habe ich meinen Körper auf eine ganz neue Art und Weise kennen gelernt. Und vorweg: Ja, deshalb gibt es auch die neue Kategorie „Fitness & Ernährung“ hier im Blog, denn beide Themen finde ich nicht nur für Läufer und Trailrunner sehr wichtig, sondern auch für Wanderer und jegliche andere Sportler, egal ob Indoor- oder Outdooraktivisten.

Um herauszufinden, warum sich Menschen vegetarisch ernähren, befragte ich noch einmal das Wikipedia-Orakel, das mir darauf antwortete:

Für einen Teil der Vegetarier ist die vegetarische Küche eine ihnen zusagende Ernährungsweise. Andere fassen Vegetarismus als alternative Lebensweise auf, verstehen ihn als weltanschauliches Konzept und Programm oder Teil eines solchen. Dabei geht es meist um ein gesteigertes Gesundheitsstreben oder um ethische Ideale.

Trifft zu. Hm, oder vielleicht auch nicht? Warum verzichte ich denn auf Fleisch? Ehrlich gesagt habe ich darauf noch keine Antwort gefunden, nur ein paar Indizien, die zu meiner Entscheidung geführt haben, sollte ich jemals eine „Entscheidung“ getroffen haben. Vielmehr bin ich eines morgens wach geworden und habe zum Frühstück bewusst auf die Leberwurst auf dem Brötchen verzichtet. Das ging ganz gut. Und beim Mittagessen gab es fiese Pressschnitzel in dicker Panade, auf die ich auch gerne und ohne Probleme verzichten konnte. Und da ich abends seit über einem halben Jahr eh meist Rohkost zu mir nehme, fiel es mir auch hier nicht schwer, ohne Fleisch auszukommen. Das beantwortet aber immer noch nicht die Frage „Warum verzichte ich denn auf Fleisch?“.

Einige Anstöße für die „Entscheidung“ kamen sicher aus mir selber heraus:

  1. Nachdem ich mich körperlich sehr stark verändert habe und wesentlich fitter geworden bin, ist eine gesunde Ernährung meines Erachtens die logische Konsequenz aus den bisherigen Erfolgen, die sich auf der Waage widerspiegeln. Da ich mich nun schon sehr lange bewusst ernähre (Okay, manchmal vielleicht auch nicht ganz so bewusst…), kann es nicht schaden, sich noch bewusster zu ernähren.
  2. Das Beenden meiner Kettenraucher-Karriere hat mir gezeigt, dass ich es schaffen kann, mich bewusst zu ernähren und auf Dinge zu verzichten, die vorher meinen Alltag bestimmt haben.
  3. Eine bewusste Ernährung kann zu sportlichen Erfolgen bzw. zu einer besseren Gesundheit und Fitness und damit zu einer Leistungssteigerung führen. So bin ich bei den Running Twins über einen Artikel zu Vegan for fit gestolpert, der mich sehr fasziniert hat. Allerdings hatte ich Bedenken, ob ich eine vegane Ernährung wirklich durchziehen könnte. So habe ich mich dann für eine vegetarische Ernährung entschieden.
  4. Und zu guter Letzt sind es Videos wie diese, die einem zu Bedenken geben, ob der Verzehr von Fleisch wirklich sein muss:

Ich glaube, dass alle 4 Faktoren eine Rolle gespielt haben, die mich zu der Entscheidung gebracht haben. Allerdings spielen sie alle nur eine kleine Rolle. Was meine Hauptmotivation ist, kann ich – wie bereits erwähnt – nicht wirklich benennen. Seid ihr Vegetarier? Wenn ja, was ist eure Motivation?

Bedenken im Vorfeld

Im Vorfeld auf einen Wechsel der Essgewohnheiten macht man sich natürlich so seine Gedanken. Bei mir lief es aber ähnlich wie bei der Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören, wo ich Probleme mit meinem Umfeld hatte. In einem Umfeld, wo viel geraucht wird, fällt es sicher schwer, eben gerade dort nicht zu rauchen. So verhält es sich dann auch mit Fleisch. Beim allmorgendlichen Frühstück mit den Kollegen biegen sich an manchen Tagen die Tische vor lauter Fleisch und ich war mir sicher, dass mich Sprüche wie „Du isst meinem Essen das Essen weg“ oder ähnliche erwarten würden, aber ich glaube, es ist noch nicht einmal jemandem aufgefallen, dass ich seit gut 2 Wochen schon kein Fleisch mehr esse. Ich habe es einfach gelassen – ohne großen Tamtam.

Auch war ich mir nicht sicher, ob ich eine vegetarische Ernährung wirklich über einen längeren Zeitraum, am besten natürlich für immer und ewig, durchhalten würde, aber da ich ja noch keine Motivation für den Ernährungswechsel herausfiltern konnte, bin ich mir selber auch nicht böse, wenn ich irgendwann mal wieder ein Stück Fleische essen werde. Dann ist es halt so. Vielleicht ist es auch nur eine Phase, in der es genau passt, kein Fleisch zu essen. I don’t know.

Ein weiterer Aspekt, der mir zu denken gab, war die Zubereitung von Mahlzeiten. Aus vegetarischen Kochbüchern kennt man ja die knackigen Rezeptfotos mit toll dekorierten Vegi-Tellern. Aber wie kombiniere ich all das? Was gibt s für Alternativen? Ich hatte keine Ahnung – und die habe ich jetzt auch noch nicht.

Fazit

Zur Zeit lasse ich beim Mittagessen, das uns auf der Arbeit vom Catering-Service geliefert wird, einfach das Fleisch weg und morgens auf dem Brötchen erhält dann halt ein guter Käse den Vortritt. Ich komme also zur Zeit wunderbar mit der Ernährung ohne Fleisch zurecht und weiß ehrlich gesagt nicht, warum ich vorher so auf mein Stück Fleisch bestanden habe. Es fehlt mir an nichts und ich konnte bis jetzt auch noch keinen Leistungseinbruch feststellen, der mir zu denken geben würde.

Ich gehe davon aus, dass ich im laufe der Zeit noch viele alternative Nahrungsmittel kennen lernen werde und freue mich, endlich auch in der Küche oder am Frühstückstisch kreativ zu werden. Schluss mit den alten Standards!

Und jetzt ihr!

Ernährt ihr euch vegetarisch? Und wenn ja, was sind eure Beweggründe für den Verzicht auf Fleisch und Fisch gewesen? Oder ernährt ihr euch doch ganz anders? Welche Erfahrungen habt ihr mit einer Ernährungsumstellung gemacht? Hat sich der Verzicht von bestimmten Nahrungsmitteln eher positiv oder eher negativ auf irgendetwas bei euch ausgewirkt?

27 Kommentare

  1. Danke für das Verlinken!

    Viel Erfolg weiterhin, du bist da glaube ich auf einem guten Weg. Lese gerade die „China Study“ – da finden sich schon auf den ersten Seiten unglaubliche Begründungen für die Vermeidung von tierischem Protein. Kann ich nur empfehlen!

    Sportlicher Gruss
    Marek von den Running Twins

      • Habe das Buch auch gelesen und kann es sehr empfehlen!

        Sehe da nur ein „Problem“: Danach möchtest Du Veganer werden :-) Die „China Study“ hat nämlich den Untertitel „Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise.“

        Heather Mills, Veganerin und Ex-Frau von Vegetarier Paul McCartney („Wenn Schlachthäuser Glaswände hätten, würden alle Menschen vegetarisch leben.“) sagt: „Ich kaufe jedem, an dem mir etwas liegt, dieses Buch.“

        Viele Grüße aus Franken

        Christof

        • Ich kann mich dem nur anschließen und auch ich habe dieses Buch bereits verschenkt.

          Ich lebe seit zwanzig Jahren als Vegetarier und bin sehr sehr glücklich damit. Nicht zu vergessen gilt aber, dass vegetarisch oder vegan leben nicht zwangsläufig heißt, sich gesünder zu ernähren. Das habe ich erst vor einigen Jahren so richtig verstanden, obwohl ich immer dacht, bewusst und gesund zu essen.

          • Dass man sich auch als Vegetarier ungesund ernähren kann, liegt ja auf der Hand. Die Tüte Chips auf dem Sofa vor dem Fernseher ist zwar auch zu großen Teilen pflanzlichen Ursprungs, aber dennoch ungesund ;-)

            • Oh ja, das stimmt. Aber auch insgesamt aus irgendeinem Grund immer mal wieder zu viel Zucker und ungesunde Fette… das hat sich vor einigen Jahren mit meiner Ernährungsberatung sehr geändert. Jetzt ist meine Ernährung insgesamt aufgrund einer Blutanalyse sehr gut auf mich persönlich zugeschnitten und beruht hauptsächlich auf pflanzlichen Lebensmitteln.

  2. Hallo Axel,

    schön, dass das Laufen offensichtlich einen so positiven Effekt auf deine Lebenseinstellung hat! :) Weiter so! Ich bleibe wahrscheinlich Omnivore, allerdings achte ich schon länger darauf, nur zwei Mal die Woche Fleisch zu essen – aber eher aus ethischen, weniger aus gesundheitlichen Gründen.

    Drei Jahre Ernährungswissenschaftsstudium haben mir gezeigt, dass die Bewegung weitaus wichtiger ist, als die Ernährung – zumindest auf Basis eines ausgewogenen Nahrungsangebots. Ich vergleiche das gerne mit einem Motor: Man kann das beste Benzin in den Tank kippen, wenn der Motor nicht ab und zu mal angeschmissen wird, geht er auch kaputt!

    Das Problem ist, Ernährung ist leider heute viel zu sehr zu einer Religion verkommen:

    – Fragst du einen Paleo-Anhänger sagt er dir: Weizen ist der Teufel! Fleisch ist ok!
    – Fragst du einen Low-Carber sagt er dir: Iss mehr Protein, tierisch, pflanzlisch – ganz egal!
    – Fragst du einen Veganer sagt er dir: Fleisch ist der Teufel, nur Pflanzen sind das einzig Wahre!
    – und, und, und…

    Alle können ihre Aussagen natürlich mit Tausenden von Studien untermauern. Auch bei der China Study soll der Autor angeblich ziemliches Cherry-Picking betrieben haben.

    Meine Meinung: Mach das, was für dich am sinnvollsten erscheint und mit dem du dich wohl fühlst! Dein Körper weiß es am besten.

    So long!

    Sir Fox ;)

    • So sehe ich das auch. Ich habe durch meine pädagogische Ausbildung viel mit Menschen zu tun gehabt, die sich alternativ ernähren. Das wichtigste ist: Hauptsache, niemand versucht, andere menschen zu missionieren. Jeder sollte das machen, was er für richtig hält… Und im Moment fühle ich mich mit vegetarischer Ernährung am wohlsten.

  3. Wer bist du?!? Und wo ist Axel??? ;)

    Trinken wir jetzt auf der OutDoor oder bei der nächsten Bloggerwanderung eigentlich ein Glas Sojamilch zusammen, oder ist ein Bier noch OK? :)

    • Hey Sven,
      alles im grünen Bereich. Bitte bitte keine Sojamilch. So weit ist es noch nicht. Es darf gerne ein Bier sein ;-)
      Und immer dran denken: Vielleicht ist es auch nur eine Phase!? Aber im Moment passt’s für mich.
      Grüße

  4. Vegetarismus oder (noch schlimmer) Veganertum ist genauso dämlich, wie allein die Welt retten zu wollen, indem man nur noch Fahrrad fährt. Das gesunde Verhältnis zu allem ist weitaus wichtiger, als der massenhafte Konsum. Soll heißen: Wer dreimal die Woche Fleisch „frisst“, der schadet in zweierlei Hinsicht seiner Gesundheit. Mehr oder weniger bewusst auf etwas zu verzichten ist ein Verdammnis unserer Gesellschaft und wird uns auf kurz oder lang auch krank machen, weil die Psyche immer noch am meisten über Glück und Zufriedenheit bestimmt. In diesem Sinne…auf ans Wurschtbrt! ;)

    • Moin Veit, es hat bei mir weniger was mit „die Welt retten“ zu tun, sondern mit einer mich persönlich betreffenden Entscheidung und einer Form der gesunden Ernährung. Ich sehe das genau so wie du: Das gesunde Verhältnis oder auch das bewusste Ernähren ist wichtiger als alles andere. Und ich sehe meine momentane Phase, in der ich mich vegetarisch ernähre, auch nur als eine Weiterentwicklung der bewussten Ernährung, die ich schon sehr lange betreibe. Sicher habe ich in den letzten Monaten nicht jeden Abend nur Paprika und Möhren gegessen, aber immer auf ein gesundes Gleichgewicht geachtet. Dass natürlich ein Begriff wie „Vegetarismus“ sehr polarisiert, ist mir klar, aber ich werde den Teufel tun und sagen, dass das die Nonplusultra-Lösung ist. Wichtig ist, dass es jedem bei dem gut geht, was er macht und praktiziert. Und mir geht es im Moment sehr gut dabei. Ob das für immer so bleiben wird, kann ich z.Z. nicht sagen. Sollte ich irgendwann mal wieder das Verlangen nach einem Stück Fleisch haben und wirklich wieder Fleisch essen, dann ist das so. Und dann war das alles nur eine Phase, die zu der Zeit sehr gut gepasst hat.

  5. Ich muss zugeben, dass ich eigentlich das esse, was meine Frau mir vor die Nase setzt :-P da meine Frau gerade auch seltener Fleisch ist, sieht es bei mir ähnlich aus. Ich mache das aber weniger aus Überzeugung, sondern einfach, weil es sich so ergibt.
    Das einzige, was mich am Fleischkonsum wirklich nervt ist die Massentierhaltung. ich esse lieber eine Kuh, die ich letzte Woche noch auf der Wiese gesehen habe. Das soll auch gar nicht brutal klingen oder so. Für den Fleischkonsum müssen immer Tiere sterben. Aber dann sollten sie vorher wenigstens ein gutes leben geführt haben. Das Geschmäkle bleibt jedoch erhalten: Kein Fleisch ohne tote.

  6. Hi Axel, danke fürs Teilen…das sind nicht nur wichtige Gedanken sondern ein Thema, dass uns alle betrifft…ich habe vor Jahre die Doku „Feed the World“ gesehen und meinen Fleischkonsum danach reduziert, Vegetarier bin ich nicht dafür esse ich zu gerne Fleisch. Ich achte auf die Herkunft und ziehe Bio vor. Zu hause ist unsere vierjährige Tochter uns ein gutes Vorbild. Sie hat für sich entschieden kein Fleisch mehr zu essen, klar gibt es Ausnahmen aber ihr Umgang damit ist sehr entspannt und wie Dir geht es ihr sehr gut damit…Sojamilch und Tofu inbegriffen :)

  7. Wir haben kürzlich ziemlich überrascht festgestellt, dass es bei uns kaum noch Fleisch gibt. Einerseits kann man mit Gemüse enorm lecker kochen, andererseits wird mir persönlich immer klarer, wie viel hineingesteckt werden muss, um ein Kilo Fleisch zu bekommen. Bei mir hat es also eher weniger mit der „gesunden Ernährung“ zu tun, sondern mit dem Hintergrund, dass wir unsere Erde schützen müssen. Das fängt aber nicht nur damit an, dass man weniger/kein Fleisch mehr isst, sondern insgesamt weniger und bewusster konsumiert. Es gibt also viele Facetten von „Vegetarismus“ und so lange niemand missioniert, finde ich es cool, sowas konsequent durchzuhalten! Ob Phase oder Dauerzustand – ich bin gespannt, wie’s bei Dir weitergeht!

    Grüße aus dem Allgäu,

    Erika
    ulligunde.com

  8. Hi Axel,

    Glückwunsch zu Deiner Entscheidung! Just do it und höre nicht so sehr auf Dein Umfeld. Eine vegetarische oder vegane Lebensweise ist keine Phase, sondern eine Lebenseinstellung. Kann mir also nicht vorstellen, dass Du wieder den Schritt zurück machst.

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

    PS: Wir hat Dir und Deiner Familie meine vegane Bolgnese geschmeckt?

  9. Sich die Nahrung bewußt machen, dass ist es, was meiner Meinung nach zählt. Ich brauche definitiv nicht jeden Tag totes Tier, das muss gar nicht sein. Immer wieder wähle auch ich bewusst vegetarisches Essen, u.a. auch auf Berghütten.
    Nicht zu eng sehen, wie ich meine. Wenn ich mal wieder Gemüse haben wollte, sagte eine Freundin bisher meist: „Du isst den armen Tieren deren Futter weg!“

    Gruß, Bernd

  10. Mit gesunder Ernährung habe ich mich schon länger beschäftigt und grundsätzlich bin ich ja auch immer offen für Neues. (Warum auch immer) auf Fleisch zu verzichten, daran hatte ich bisher nie ernsthaft gedacht.

    Ich habe trotzdem Deinen Beitrag für mich als Anregung genommen, es einfach mal auszuprobieren, Fleisch wegzulassen. Fazit nach 3 Tagen: kein Problem. Ich vermisse nichts. Mir geht es gut. Und mir schmeckt Obst, Gemüse und alles andere genauso wie vorher. Ich schaue mal ganz entspannt, wie lange ich das durchhalte und was es mit mir macht.

    Zu einem Veganer werde ich aber erstmal nicht. Insbesondere kann ich mir nicht vorstellen, auf Milchprodukte zu verzichten…

    • Hey Jörg,
      toll, dass ich dich dazu inspirieren konnte. Mir fehlt auch bis jetzt nichts, auch wenn man manchmal echt kreativ sein muss, um z.B. an Karneval nicht zu verhungern. Es ist schon krass, wo überall Fleisch drin ist und dass viele Imbissbuden nur eine kleine Auswahl an Gerichten ohne Fleisch führen. Schade.
      Dann bin ich ja froh, dass ich in Prag nicht der einzige sein werde, wegen dem man einen guten Pasta-Laden anstatt einer Grillbude aufsuchen kann ;-)
      Und da stimme ich dir zu: Veganer werde ich erst mal auf nicht werden wollen. Irgendwie sind gerade alle auf dem Vegan-Trip und an allen Ecken ist davon zu lesen. Und bei so Hypes mache ich nicht so gerne mit.
      LG und bis bald
      Axel

  11. Celi- Fitness vegan 12. September 2016 at 17:01 - Reply

    „Zur Zeit lasse ich beim Mittagessen, das uns auf der Arbeit vom Catering-Service geliefert wird, einfach das Fleisch weg und morgens auf dem Brötchen erhält dann halt ein guter Käse den Vortritt. Ich komme also zur Zeit wunderbar mit der Ernährung ohne Fleisch zurecht und weiß ehrlich gesagt nicht, warum ich vorher so auf mein Stück Fleisch bestanden habe.“

    Und wie sieht es jetzt 2,5 Jahre danach aus?

    —-

    Ernährt ihr euch vegetarisch? Ja, seit 3,5 Jahren vegan.
    .
    Und wenn ja, was sind eure Beweggründe für den Verzicht auf Fleisch und Fisch gewesen? Videos bei Youtube, wo man sich das Ausmaß des Schreckens in den Schlachthöfen und des Fischfangs anschauen kann.

    Hat sich der Verzicht von bestimmten Nahrungsmitteln eher positiv oder eher negativ auf irgendetwas bei euch ausgewirkt? Ja, gesundheitlich geht’s mir besser. Kaum noch Erkälungen. Und wenn man mal eine hat, dann klingt die auch schnell wieder ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.