Tipps zum Wandern bei Rückenschmerzen

Wandern bewirkt manchmal kleine Wunder: Nicht nur, dass es sich positiv auf die Seele auswirkt, auch bei Rückenschmerzen kann Wandern sichtlich helfen. Viele ehemals aktive Menschen, die durch die Schmerzen zum Stubenhocker wurden, kann man mit dem Versprechen auf Linderung hinaus locken und zu echten Outdoor-Fans machen. Doch wie überzeugt man jemanden vom Wandern? Und wie beugt man erneuten Rückenschmerzen beim Wandern vor? Ich habe ein paar Tipps zusammengefasst.

Vorneweg: Jede Art von Bewegung tut dem Körper gut, insofern sie sich in einem bestimmten Rahmen abspielt (nicht zu viel, nicht zu intensiv, nicht beanspruchend). Menschen, die an Rückenschmerzen leiden, weil sie beispielsweise jobbedingt den ganzen Tag auf einem nicht an die Wirbelsäule angepassten Stuhl in einer unnatürlichen Sitzhaltung verbringen müssen, wollen am Wochenende meist ihre Ruhe haben. Doch das Ausruhen ist in vielen Fällen die falsche Strategie — jeder, der diesbezüglich einen Arzt konsultiert hat, weiß das.

1. Stärkung der Muskulatur

Rückenbeschwerden werden durch Bewegungstraining  gelindert, das ist Fakt. Durch das Wandern festigt man vor allem die Muskulatur des Rumpfes und der Beine. Das bedeutet wiederum, dass die Wirbelsäule weniger belastet wird, denn die Stöße werden effektiver abgefedert. Deshalb ist auch das richtige Schuhwerk nötig. Hier habe ich bereits was dazu geschrieben.

Bildquelle: <a href="http://www.netdoktor.de/symptome/rueckenschmerzen/" target="_blank" alt"NetDoktor.de">NetDoktor.de</a>

Bildquelle: NetDoktor.de

 

2. Wanderstrecke festlegen

Wer als Rückenleidender zum ersten Mal wandert, muss eine Strecke wählen, von der er annimmt, dass sie ihm nicht schadet. Gemäß dem oben genannten Motto — nicht zu viel, nicht zu intensiv, nicht beanspruchend — muss auf die Länge geachtet werden. Lieber erst mit einer Nachmittagswanderung anfangen und sich dann langsam steigern, bevor man direkt ein ganzes Wochenende unterwegs ist.

Zudem sollte die Wandertour zunächst auf ebenerem Terrain stattfinden, um der Wirbelsäule nicht sofort zu viel zuzumuten. Aufwärmen ist dabei wie immer ein Muss, gezielt sollte man dabei rumpf- und bauchstärkende Übungen nicht auslassen. Auch bei Pausen sollte sich ausgiebig gestreckt und gedehnt werden.

3. Vorsicht bei zu großer Last

Outdoor-Rucksäcke sind ja mittlerweile ultraleicht. Doch das führt bei vielen Wander-Newbies vor allem dazu, dass sie ihren Rucksack dadurch viel zu voll packen. Ein paar Tipps zum richtigen Packen eines Rucksacks haben wir hier und hier mal zusammengetragen. Bei Rückenschmerzen muss gezielt darauf geachtet werden, so wenig wie möglich auf dem Rücken zu transportieren, denn je länger man unterwegs ist und je schwieriger das Terrain, desto stärker belastet man den Rücken und fügt ihm noch mehr Schaden zu. Auch wichtig: Viele, viele Pausen. Die ständige Bewegung ist bei Rückenleidenden wie ständiges Sitzen: kontraproduktiv.

3 Kommentare

  1. super Tipps.

    Habe gerade selber mit meinem Rücken Probleme. Mir hilft auch noch das Wandern mit Stöcken. Die halten den Rücken gerade und die oberen Rückenmuskeln in Bewegung.

    vg Thomas

  2. Klasse, dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.

    Durch jegliche Verletzungen aus dem Mountain Bike 4X fahren in den letzten 15 Jahren, bekam ich ebenso immer mehr Schmerzen in Rücken und Schulter.

    Folge, ich wurde träge. Mittlerweile bin ich wieder mehr draussen als zu Hause. Lange Spaziergänge, Wanderungen, kleinere Bergtouren und Rad fahren in Maßen gehen dank der wieder stärker werdenden Muskulatur mittlerweile sehr gut. Angefangen hat alles genau mit obigen dargestellten Tips. Es kommt natürlich noch hinzu das man es auch wirklich will. Mein Weg zu einem „Wieder-Outdoor’er“ war nicht so sonderlich einfach, aber ich wollte es :)

    • Hi Paul, freut mich, dass es langsam wieder wird. Mein Opa hat schon immer gesagt: „Bewegung schadet nicht“ – und da hat er wohl auch recht gehabt ;-)

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