Donnerstag, 23. Mai 2013

Test: Patagonia Women’s R2 Jacket Fleecejacke

veröffentlicht am 6. Februar 2012 von in Ausrüstung & Bekleidung

Bei den – zumindest hier bei uns im Westen der Republik – anhaltend wechselnden und nicht ganz zu kalten Temperaturen konnten wir in den vergangenen Wochen die Patagonia Women’s R2 Jacket Fleecejacke testen.

Patagonia, von Yvon Chouinard in Süd-Kalifornien gegründet, hat sich seit jeher auf die Fahnen geschrieben, Produkte so herzustellen, dass die Produktion die Umwelt so wenig wie möglich belastet. Dieser Philosophie bleibt das Unternehmen bis heute laut eigenen Aussagen treu, obwohl die aktuellen Diskussionen zur Zeit etwas anderes beweisen.

Kuschelwarm und scheuerfest

Die kuschelig warme Jacke aus unterschiedlich langen R2 Polartec Thermal Pro Polyester-Fasern ist der perfekte Begleiter im Alltag. Ob bei der Arbeit, beim Spaziergang oder auf dem Sofa – der hohe Tragekomfort der Jacke lässt keine Wünsche für den alltäglichen Gebrauch offen.

Anders verhält es sich bei Outdoor-Aktivitäten. Zwar vermeiden nach vorne versetzte Nähte Druckstellen an den Schultern beim Tragen eines Rucksacks, jedoch ist die Jacke sehr kurz, was häufig dazu führt, dass Rücken und Bauch frei sind. Bei einer Jacke für Kälte Tage eher suboptimal. Gerade bei längeren Touren mit Rucksack konzentriert man sich zunehmend auf das Richten der Jacke, damit der Rucksackboden nicht am Rücken scheuert.

Wo wir gerade beim Thema “Scheuern” sind: Im Laufe der Jahre haben sich abgesetzte Bereiche an den Ellbogen gerade bei Fleecejacken immer bewährt. Ist das gute Teil nämlich etwas länger im Einsatz, verliert das Fleece um den Ellbogen herum häufig an Flauschigkeit und sieht ziemlich “plattgewalzt” aus. Die Entwickler haben sogar noch einen Schritt weiter gedacht: Der abgesetzte Bereich verläuft vom Ellbogen aus weiter über den Arm und jeweils links und rechts des Körpers entlang, so dass auch bei häufigerem Scheuern des Armes am Oberkörper keine Abnutzungsspuren entstehen können.

Die Einsätze der Patagonia Women’s R2 Jacket Fleecejacke sind aus R1 Polartec Power Dry (93% Polyester, 7% Spandex) gefertigt und sorgen bei sportlicher Betätigung für ein ausgeglichenes Klima. Ein Mal durchgeschwitzt, zeigt auch das schnelltrocknende Fleece, was es kann.

Taschenangebot

Die Patagonia Women’s R2 Jacket Fleecejacke besitzt zwei seitlich eingesetzte Handwärmertaschen, die bei großen Frauenhänden leider zu klein sein können. In einer weiteren Brusttasche finden kleine Gegenstände wie Handy oder Fotokamera Platz. Diese ist leider – wie die Handwärmertaschen auch – von innen mit einem Netz bestückt, so dass es ratsam ist, elektronische Geräte bei sportlicher Aktivität lieber im Rucksack oder in einer Hosentasche zu verstauen, denn zu schnell kann Feuchtigkeit die Linse beschlagen lassen oder anderweitig in das Gerät gelangen.

Fazit

Die Patagonia Women’s R2 Jacket Fleecejacke ist ein optimaler Begleiter auf leichten Wander- oder Trekkingtouren und besonders geeignet, wenn Temperaturen um den „Jacke-aus-oder-Jacke-an“-Punkt herrschen. Der hohe Tragekomfort macht sie aber auch zu einem treuen Sofa-Freund, mit dem man lange und winterliche TV-Nächte verbringen kann. Ein Allrounder der gehobenen Preisklasse!

+++ Update +++

Hier auch die – wie ich finde – ehrliche Stellungnahme von Patagonia zum Thema Daune, der natürlich auch Raum gegeben werden soll.

Mit dem Thema hat sich auch Martin von Alpinfieber in seinem Artikel zur Ultralight Down Hoody von Patagonia befasst. Fabian von hugs for hikers hat dem Thema “Daunen in der Outdoor-Branche” einen ganzen Artikel gewidmet. Bei ihm findet ihr Links zu Stellungnahmen verschiedener Unternehmen, zu einem Bericht des MDR und ein Video, in dem zu sehen ist, wie lebende Gänse gerupft werden.

Dieser Artikel wurde verfasst von

Axel ist unser Spezialist für Ausrüstung, Wandern, Trekking und Hochtouren. Er rief die Outdoorseite 2009 ins Leben und arbeitet als Erlebnispädagoge bei der Abenteuerschmiede.

8 Kommentare zu “Test: Patagonia Women’s R2 Jacket Fleecejacke”

  1. Steffen am 6. Februar 2012 um 15:33 Uhr

    Hi Axel – Das mit der Daune ist ein sensibles Thema, aber die Hersteller beginnen nachzudenken und Mountain Equipment z.B. hat gehandelt s. http://goo.gl/c0G1w
    Daune ist nach wie vor sehr beliebt, in der Outdoor Szene und anderswo, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, gerechte Löhne etc. wird die Hersteller noch eine Weile beschäftigen… aber die R2 ist ja aus Polyester und ein klasse Teil.

    • Axel am 6. Februar 2012 um 15:49 Uhr

      Dass das ein sensibles Thema ist, weiß ich. Man sollte aber hin und wieder mal darauf hinweisen – gerade wenn ein Hersteller von sich behauptet, er hätte eine “reine Weste”.

  2. Markus am 6. Februar 2012 um 19:01 Uhr

    Netter Bericht Axel!

    Meine Dame hat dieselbe Jacke, den Test der Patagonia R2 gibbet hier: http://www.outdoor24news.de/patagonia-womens-r2-jacket-leichte-fleecejacke-im-test-3812

    gruß Markus

  3. Joern am 8. Februar 2012 um 20:48 Uhr

    Geiler post und test der Jacke. Die erklärung von Patagonia ist so la la. Axel mach weiter so ist immer wieder schon hier vorbeizuschauen :-)


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