Test: Optimus Nova Multi Fuel Kocher

Am Wochenende waren wir auf der ersten Etappe des Eifelsteigs von Kornelimünster bis Roetgen unterwegs. Diese 14 km lange Winterwanderung nahmen wir zum Anlass, den Optimus Nova Multi Fuel Kocher zu testen, denn nichts wärmt auf einer Tour während der kalten Jahreszeit so gut wie eine warme Suppe und eine heiße Tasse Kaffee.

Nachdem wir die Struffelter Heide passiert hatten, bot sich die Gelegenheit, den Mehrstoffkocher von Optimus zu testen und uns ausgiebig aufzuwärmen. Da wir die mit dem Kocherzubehör mitgelieferte Brennstoffflasche mit Benzin gefüllt hatten, sollte uns der Optimus Nova bei seiner Premiere als Benzinkocher dienen.

Lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten sind der Brenner, die dazu gehörige Pumpe, ein flexibler Windschutz, Werkzeug für z.B. die Reinigung der Düsennadel, eine Schutztasche, Ersatzteile und Silikonfett. Selbstverständlich liegt dem Kocher auch eine Beschreibung bei, die es dringend zu lesen gilt, falls man noch keine Bekanntschaft mit Mehrstoffkochern gemacht haben sollte. Dies erleichtert auf jeden Fall die erste Inbetriebnahme, auch wenn leider manche Schritte vor dem ersten Einsatz des Kochers gänzlich in der Beschreibung fehlen.

Erste Inbetriebnahme

Vor der ersten Inbetriebnahme muss für den Optimus Nova – wie für jeden Kocher – eine Brennstoffversorgung gewährleistet sein. D.h.: Brennstoff muss her! Hier empfiehlt der Hersteller reines Benzin, Petroleum oder Diesel. Mehrstoffkocher-Neulinge wie wir waren, ging es erst einmal zur Tankstelle und die Brennstoffflasche wurde mit normalem Benzin befüllt, da die Erwähnung von “reinem” Benzin erst nach der Inbetriebnahme des Kochers in der Bedienungsanleitung folgte. Nichts desto trotz kann Autobenzin verwendet werden, jedoch ist reines Benzin aufgrund seiner Zusammensetzung stets vorzuziehen. In jedem Fall darf die Brennstoffflasche nicht komplett gefüllt werden, damit mit Hilfe der Pumpe ein Druck in der Flasche erzeugt werden kann.

Aufbau des Kochers

Nachdem man sich angemessen mit Brennstoff versorgt hat, kann der Kocher zusammen gesetzt werden. Hierfür ist stets ein gerader und möglichst trockener Untergrund zu wählen. Die ersten Schritte bei der Montage des Kochers sind im Handbuch sehr gut beschrieben. Hat man die Brennstoffflasche und die Pumpe sowie Pumpe und Kocher erst einmal miteinander verbunden, muss Druck in der Brennstoffflasche erzeugt werden. Dies geschieht mit der Pumpe, die zuvor mit der Brennstoffflasche verbunden wurde.

Das Pumpenleder

In der Pumpe befindet sich das sog. Pumpenleder, welches im Handbuch erst in den Kapiteln “Fehlersuche” und “Wartung” erwähnt wird. Ein Hinweis darauf, dass das Leder vor der Inbetriebnahme auf seinen Einsatz vorbereitet werden muss, wäre für uns sehr hilfreich gewesen und hätte uns 30 Minuten und sehr kalte Finger erspart. Es empfiehlt sich nämlich, die Pumpe zu öffnen und das Leder aufzurauen bzw. mit dem mitgelieferten Silikon einzufetten, da bei einem “unbehandelten” Leder ständig die in die Flasche gepumpte Luft wieder entweicht.

Kochen auf dem Optimus Nova

Bevor der Optimus Nova zum Kochen in Betrieb genommen werden kann, muss er vorgewärmt werden. Auch die hierfür zu vollziehenden Schritte sind im Handbuch sehr gut erklärt. Sobald die gelbe Flamme kurz vor dem Erlischen steht, kann zu Brennstoffzufuhr nach Bedarf geöffnet werden. Eine zischende blaue Flamme signalisiert dem – mittlerweile – hungrigen Wanderer: Der Kocher ist einsatzbereit. Nun können nach Belieben Speisen und Getränke auf dem Kocher zubereitet werden. Mahlzeit!

Fazit

Hat man den Optimus Nova erst ein Mal ans Laufen gebracht, erweist er treue Dienste und ist relativ leicht zu bedienen. Wie bereits erwähnt, ist es für Mehrstoffkocher-Neulinge sehr empfehlenswert, die Bedienungsanleitung vor der ersten Inbetriebnahme zu lesen oder sie auf den ersten Touren bei sich zu führen. Alles in allem ein Top-Gerät, bei dem lediglich das Handbuch ein wenig zu wünschen übrig lässt.

5 Kommentare

    • War ja für mich auch das erste Mal, aber ist sehr zu empfehlen. Brenndauer, Inbetriebnahme (wenn man’s verstanden hat), Packvolumen und die Möglichkeit, mehrere Brennstoffe auch bei Minusgraden einwandfrei nutzen zu können, überzeugen auf voller Länge!

  1. Ich war bisher klassischer Trangia+Spiritus user, nachdem ich im Kaukasus damit aber aber auf dem Trockenen saß, hab ich mir dann doch nen Primus OmiFuel zugelegt – für mich ist die Flexibilität und Unabhängigkeit in Bezug auf den Brennstoff das wichtige an den Multifuelkochern…

  2. Ich hatte mir den Optimus auch herausgesucht und war dann im Laden, um ihn mir genauer anzusehen. Der Verkäufer wollte mir den Kocher zeigen. Wir sind also raus vor das Geschäft und haben den Kocher angezündet. Problem war eine undichte Stelle in der Bezinzufuhr. Dadurch hat das ganze Teil gebrannt ;-) Beim zweiten war es das gleiche. Daraufhin habe ich mich kurzerhand für einen Primus entschieden. Auch wenn Optimus (wie ich vermute) das Problem in der Zwischenzeit (ist schon ein paar Jahre her) nicht mehr hat, bin ich froh, den Primus gekauft zu haben. Den kann ich nämlich auch mit Gas betreiben, was beim Optimus nicht funktioniert.

    Gruß, Martin

    • Ui, wenn so ein Ding schon bei der Demonstration brennt, hätte ich mich auch für ein anderes Modell entschieden ;-) Ich habe aber immer noch keine Probleme und gehe daher mal davon aus, dass sie das Problem in den Griff bekommen haben.

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