Dienstag, 21. Mai 2013

Test: Leki Carbon Titanium AS Trekkingstöcke

veröffentlicht am 23. April 2012 von in Ausrüstung & Bekleidung

Fast jeder hat ein Paar im Keller oder in der Garage und kaum einer weiß sie zu schätzen. An Trekkingstöcken scheiden sich selbst unter erfahrenen Outdoorern die Geister. Entweder man mag sie oder man mag sie nicht.

Wir durften dieses Mal die Leki Carbon Titanium AS testen, die uns unser Partner Bergfreunde freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Ich selbst besaß vorher bereits zwei Paare Trekkingstöcke von anderen Marken, aber in den Genuss einer Wanderung mit Stöcken vom Klassenprimus Leki war ich bis dato noch nicht gekommen.

Trekkingstöcke kommen bei mir nicht auf jeder Wanderung zum Einsatz. Bei kurzen Wanderungen mit leichtem Gepäck verzichte ich gerne auf Stöcke, jedoch helfen sie mir bei längeren Touren mit schwerem Rucksack sehr, da sie meinen Rücken entlasten und das Gewicht des Rucksacks ebenfalls mit auffangen. Zudem verleihen Trekkingstöcke wesentlich mehr Stabilität, wenn der schwere Rucksack mich mal aus dem Gleichgewicht bringt.

Erster Eindruck

Direkt nach dem Auspacken punktete der Leki Carbon Titanium AS bei mir durch sein Gewicht. Im Gegensatz zu meinen anderen Modellen scheinen die Stöcke federleicht zu sein. Ein Blick in die Angaben des Herstellers verrieten mir, dass ich mich nicht getäuscht hatte. Mit nur 500 Gramm bzw. 250 Gramm pro Stock sind die Stöcke ein absolutes Fliegengewicht. So eignen sie sich optimal für lange Touren und bereiten dem Nutzer viel Freude, da lahme Arme fast ausgeschlossen sind.

Auch fielen mir sofort die untypisch langen Griffzonen auf, die einen bequemen halt gewährleisten und so der Blasenbildung vorbeugen. Aber zu den Griffzonen später mehr.

Aufbau

Die Leki Carbon Titanium AS sind dreiteilig teleskopierbar. So lassen sie sich leicht am Rucksack verstauen, wenn sie gerade nicht in Gebrauch sind. Die oberen beiden Elemente können dank eines Speedlock-Systems rasch verstellt werden. Mittleres und unteres Element müssen leider mit dem herkömmlichen System arretiert werden. Warum da nicht auch ein Speedlock-System zum Einsatz kommt – keine Ahnung.

Im oberen Bereich besteht der Leki Carbon Titanium AS aus leichtem Aluminium, während der mittlere und der untere Bereich aus Carbon gefertigt sind. In zusammengefahrenen Zustand bringen die Stöcke es auf eine Länge von 67 cm. Ganz ausgefahren sind sie bis auf 135 cm verstellbar.

Das „AS“ im Namen steht für Anti Shock. Dieses System fängt Stöße ab, wodurch unangenehme Vibrationen im Stock vermieden und die Gelenke geschont werden.

Die bereits erwähnte verlängerte Griffzone empfinde ich persönlich als sehr angenehm, da ich mir – anders als bei den meisten gängigen Stöcken – selbst aussuchen kann, wo ich hin greife. Einziges Manko: Bei den ersten Einsätzen färbt das Material ein wenig ab, was aber mit der Zeit nachlässt. Also: Später Hände waschen – oder Handschuhe an :-)

Wie fast alle gängigen Stöcke besitzt auch der Leki Carbon Titanium AS eine Hartmetallspitze und auswechselbare Teller am Stockende.

Fazit

Der Leki Carbon Titanium AS ist der optimale Stock für alle, die gerne mit Stöcken unterwegs sind. Zwar ist der Preis von rund 130,00 € vorerst abschreckend für alle, die nur gelegentlich mit Stöcken unterwegs sein wollen, aber alle, die regelmäßiger mit schwerem Rucksack auf langen Touren unterwegs sind, ist diese Investition nur zu empfehlen.

Dieser Artikel wurde verfasst von

Axel ist unser Spezialist für Ausrüstung, Wandern, Trekking und Hochtouren. Er rief die Outdoorseite 2009 ins Leben und arbeitet als Erlebnispädagoge bei der Abenteuerschmiede.

27 Kommentare zu “Test: Leki Carbon Titanium AS Trekkingstöcke”

  1. JeeperMTJ.com am 23. April 2012 um 12:58 Uhr

    Danke für den Bericht. Ich bin gerade auf der suche nach T-Stöcken. Wie ist denn das Packmaß im zusammengezogenen Zustand?

  2. Axel am 23. April 2012 um 13:30 Uhr

    Würde mal behaupten so um die 50 cm. Kann leider gerade nicht nachmessen, da ich die Stöcke verliehen habe ;) Wenn du aber eine genaue Zahl brauchst, messe ich gerne nächste Woche noch ein Mal nach.

  3. Chris (www.alpinfieber.net) am 23. April 2012 um 14:03 Uhr

    Hi Axel, Hi JeeperMTJ,

    Die Stöcke hören sich ganz vernünftig an. Ich frage mich auch, warum sie bei deinen Stöcken nicht zwei Speedlocks verbaut haben. Wahrscheinlich wollten sie ein paar Gramm Gewicht sparen.

    Ich habe die “Leki Thermolite XL” jetzt seit einer ganzen Weile im Einsatz. Sie haben beim Bergsteigen und auch auf Ski- und Schneeschuhtour gute Dienste erwiesen.
    Die haben je 2 Speedlockverschlüsse und ansonsten so ziemlich die gleichen Features. Sie wiegen sogar noch weniger. Dafür ist das Packmass etwas grösser. Aber empfehlen kann ich sie definitiv.
    Hier gibt´s meinen Bericht dazu:
    http://www.alpinfieber.net/leki-thermolite-xl-trekkingstoecke-5421/

    Viele Grüsse aus München,
    Chris

  4. Lisa am 23. April 2012 um 15:05 Uhr

    Da ich ja an der Quelle sitze, hab ich mal eben nachgeschaut: Leki gibt als Packmaß für den zusammengeschobenen Zustand 69 cm an

    • Axel am 23. April 2012 um 15:20 Uhr

      Danke! Da hatte ich mich ja nur knapp verschätzt :-)

  5. Stephan am 13. August 2012 um 15:51 Uhr

    Danke für den Erfahrungsbericht.

    Ich habe eine Anmerkung zu der Frage, warum da nicht zwei Mal “Speed Lock” verwendet wird: So wie ich das auf der LEKI-Seite rauslese, geht AntiShock und Speedlock nicht zusammen, weshalb die AS-Varianten (auch beim der Thermolite AS ist das so) immer mindestens einmal “Super Lock” (zum drehen) haben.


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