Survival-Technik: Zapfen von Birkenwasser

Kai Sackmann hat in seinem Video-Blog „Sacki-Survival“ gezeigt, wie man im Frühling an Birkenstämmen Zapfstellen für Trinkwasser anbringen kann:

Auf der heutigen Wanderung zwischen Eifelsteig und Vennbahnweg im Hohen Venn südlich von Roetgen habe ich dies ausprobiert. Nach ein wenig Übung gelingt es leicht, einer Birke Wasser aus dem Stamm zu entnehmen. Nach Sackis Hinweis, dass es weiter unten am Stamm mehr Flüssigkeit gibt, habe ich mit der Ahle meines Wenger Swisstool ein ca. 4 cm tiefes Loch auf Kniehöhe in eine glatte Stelle der Rinde gebohrt. Das Birkenwasser rann sofort, Sackis Tipp mit dem „hölzernen Wasserhahn“ funktioniert jedoch nicht. Trotz eingestecktem Birkenstöckchen rann die Flüssigkeit weiterhin unnutzbar am Stamm herunter.

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Die Lösung dieses Problems lieferte ein nahestehender Holunderstrauch. Holunder hat einen Markkanal im Inneren des Holzes. Einen dünnen Ast kann man leicht spalten, das Mark auslösen und den übrigbleibenden Kanal als Wasserleitung nutzen. Das funktionierte super, wie man auf dem kurzen Video sehen kann.

Birkensaft ist übrigens frisch gezapt klar und nahezu geschmacksneutral. Da es mir nur um die Übung einer Survival-Technik ging und nicht darum, mich tatsächlich damit zu verpflegen, habe ich die mögliche Zapfmenge nicht gemessen.

1 Kommentar

  1. Bitte nur bis kurz unter der Rinde anbohren. Es schadet sonst dem Baum. Keine 4 cm tief!!
    Oder so:
    „Wie Birkensaft für Haarwasser oder Sekt einfach und für den Baum unschädlich gewonnen wird erklärt der NABU-Vertreter: „Einfach einen fingerdicken Zweig abschneiden, eine Flasche darüberstülpen und diese gut festbinden. Nach ein paar Stunden ist die Flasche dann voller Birkensaft. Wenn man den Stamm anschneidet kommt zwar mehr Saft, der Baum kann aber auch ausbluten.““

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