Smartphone am Fahrradlenker dank Finn

Wer Radfahren und dabei eine Smartphone-App benutzen möchte, kennt die Vielzahl der verschiedenen Handyhalterungen, die teils geschraubt oder geklemmt ein sicheres Mitnehmen von iPhone und Co. gewährleisten sollen. Finn ist hier etwas anders. Finn ist eine kleine, einteilige Halterung aus Silikon, die in Österreich hergestellt wird. Wie gut Finn in der Praxis funktioniert, hat Jörg beispielhaft mit einem Apple iPhone 5S getestet.

Die Stirn wurde beim ersten Anblick von Finn schon etwas kraus. Ein weißes, wabbeliges Stück Silikon lag in einem Pappetui vor mir. Diesem kleinen Teil sollte ich mein iPhone während des Mountainbiken anvertrauen? Ich kannte Finn schon etwas länger aus Gesprächen mit Lars von velogold. Bis heute nahm ich trotzdem mein Smartphone immer in einer Tasche am Oberarm mit.

Montage

In der Papphülle des Finn ist eine kurze Anleitung, wie man die Halterung am Lenker montiert. Drumlegen, durchfädeln, Smartphone einspannen, fertig. Wenn man dies einmal gemacht hat, ist es spielend leicht. Durch das flexible Material ist das Smartphone leicht flexibel am Lenker befestigt.

Montage und Demontage sind so schnell und leicht, dass sich Finn auch prima für Leihräder eignen würde, an denen man nur kurz das eigene Smartphone als Navigationsgerät benutzen will.

Während der Fahrt

An Bordsteinkanten und tiefen Schlaglöchern wackelt mein iPhone leicht am Lenker. Ansonsten wirkt es sehr gut fixiert. Auch die Bedienung am Display funktioniert gut, ohne dass man mit der zweiten Hand das Smartphone festhalten müsste. Finn kann man frei am Lenker drehen und damit den Blickwinkel flexibel einstellen. Am Anfang noch sehr vorsichtig, wurde ich am Ende meiner kleinen Testrunde von Aachen über Krauthausen, Kornelimünster und den Vennbahnweg wieder zurück immer mutiger und traute der Halterung auch größere Stöße zu. Finn hat mich nicht enttäuscht und mein iPhone zuverlässig bis zum Ende der Reise fest umklammert.

Finn Smartphone-Halterung

iPhone danke Finn fest am Lenker und die Fitness-App sicher im Blick

Worauf Finn allerdings nicht achtet, ist das Wetter. Die Halterung behinhaltet keinerlei Wetterschutz. Bei einsetzendem Regen muss das Smartphone also vom Lenker – wenn man nicht zusätzlich noch eine wasserdichte Hülle verwendet oder das Smartphone selbst schon wasserdicht ist, wie das kürzlich von Axel getestete IceFox Thunder. Da Finn sich an unterschiedliche Handygrößen anpasst, sind auch schlankere Hüllen kein Problem. Ein Pelicase i1015 wird vermutlich nicht passen, eine Regenhülle wie die von DolDer hingegen schon.

Fazit

Finn ist überraschend. Leicht. Einfach. Flexibel. Universell. Und recht günstig. Für ca. 12 € gibt es nicht nur die kleine Smartphone-Halterung, sondern auch noch eine gratis Radkarte für eine Stadt nach Wahl in der App BikeCityGuide*. Falls der Fahrradhändler um die Ecke Finn nicht im Sortiment hat, gibt es ihn auf der offiziellen Finn-Homepage oder auch bei Amazon.

*Gerne hätte ich auch noch die Smartphone-App BikeCityGuide getestet. Leider steht jedoch noch keine Fahrradkarte für Aachen in der App zur Verfügung. Sobald dies geschieht, hole ich den Test samt Bericht gerne nach.

PS: Den Aufkleber „DU SOLLST NICHT LANGSAM SEIN“, den mein Trek am Oberrohr hat, gibt es bei jule radelt.

Finn

11,99
Finn
7.5

Kompatibilität

10/10

    Robustheit

    8/10

      Schutz

      3/10

        Umweltschutz

        9/10

          Pro

          • Mit vielen Smartphones kompatibel
          • Passt an (fast) jeden Lenker
          • Schnelle (De-)Montage
          • Fahrrad-App im Preis enthalten
          • In Europa hergestellt

          Kontra

          • Kein Wetterschutz
          • In App leider erst wenige deutsche Städtekarten verfügbar

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