Meine 5 Motivationstipps für’s Laufen

Motivationstipps für Läufer findet man viele im Netz. Es gibt ausgedehnte Listen mit Ratschlägen, wie man den inneren Schweinehund überwinden kann. Wer regelmäßig läuft oder auf ein bestimmtes Ziel trainiert, kennt sicher die Tage, an denen die Lust zu laufen einfach im Keller ist. Ich möchte jetzt nicht die gängigen Motivationstipps der anderen Blogger wiederholen und auch keine allgemeingültige Liste mit Tipps, die auf jeden Fall auf jeden Läufer zutreffen geben, sondern euch ein paar meiner Tricks nahe legen, mit denen ich mich motiviere – sofern das überhaupt nötig ist.

Zur Zeit, also in der momentanen Phase, brauche ich mich nicht sonderlich zum Laufen zu motivieren. Fast täglich, meistens jedoch alle zwei Tage kribbelt es mir so unter den Laufschuhen, dass ich unbedingt raus muss. Häufig geht es, gerade jetzt, wo es schon dunkel ist, wenn ich von der Arbeit heim komme, für eine kleine Runde durch mein Laufrevier. Hier im Wurmtal finden sich nicht nur sehr beliebte Laufrunden wie die Runde mit Start und Ziel am Teuterhof, sondern auch viele kleine Trails, von denen ich sicher auch noch nicht alle kenne. Und so kommen wir zu Tipp Nr. 1:

1. Einfach loslaufen

Die beste Motivation für mich ist, wenn ich vor dem Loslaufen nur grob weiß, wo es lang geht. In meinem Laufrevier im Wurmtal ziehe ich oft los und entscheide mich erst an der nächsten Wegkreuzung, wo es letztendlich lang geht. Dank der ehemaligen Grube Gouley sind auf unserer Seite des Wurmtals hohe Kohlehalden entstanden. Diese bieten viel Abwechslung und mindestens genau so viele schmale Trampelpfade, die es immer wieder zu entdecken gibt. Immer wieder bin ich überrascht, wenn ich einen der Pfade einschlage und am Ende sehe, wo ich ausgekommen bin. Dann gilt es neu zu entscheiden, wo es nun lang geht, um irgendwann wieder zu Hause anzukommen. Und mit dieser Art Spiel kommen dann einige Kilometer zusammen.

Trailrunning im Hohen VennAm Wochenende laufen wir häufig mit mehreren Leuten. Da im Freundeskreis mittlerweile auch einige ambitionierte Läufer vorhanden sind, die ich zum Großteil auf den Trail-Geschmack gebracht habe, suche ich einen Wanderweg in der Region aus, den ich auch noch nicht kenne. So ist zwar meistens die Länge des Laufes im Vorfeld bekannt, die tatsächliche Streckenführung ist dann jedoch für uns alle immer wieder eine kleine Überraschung. Der Vorteil daran ist, dass wir einfach nur der Beschilderung des Wanderweges folgen und uns vorher keine Strecke zusammen stellen müssen, an die wir uns akribisch genau halten. Und ein weiterer Vorteil von Wanderwegen: Sie sind häufig sehr abwechslungsreich. Forstwege wechseln sich hier mit steilen Pfaden ab, so dass es nie langweilig wird. So geht es schon mal durch das Hohe Venn, das Monschauer Land oder durch Ostbelgien – je nachdem, worauf wir Lust haben.

2. Laufstrecken „erzwingen“

Manchmal kommt es vor, dass meine Frau das Auto braucht und ich gleichzeitig einen Termin irgendwo habe, die Tochter bei den Schwiegereltern abholen muss oder mich mit Freunden treffen will. Dann stellt sich die Frage „Wie komme ich da hin?“. Antwort: Laufen!

Dann packe ich mir alles Notwendige in den Rucksack und mache mich zum Beispiel auf den Weg zur Arbeit. Dort kann ich mich umziehen und lasse mich danach abholen oder laufe wieder zurück. Klar, das ist nur möglich, wenn die Arbeitsstelle nicht all zu weit entfernt ist, aber auch zu Treffen mit Freunden verfahre ich nach diesem Schema.

Muss unsere Tochter zum Beispiel bei den Schwiegereltern abgeholt werden, verbinde ich das gerne mit einem Lauf. In Laufklamotten geht es dann nördlich unseres Ortes über die Felder zum Ziel Schwiegereltern. Dort wird die Kleine dann im Jogger verstaut und durch das Wurmtal geht es in einer großen Schleife südlich des Ortes zurück. Das Schöne: Auf dem Weg geht es an einige Spielplätzen und Pferdewiesen vorbei, so dass das Töchterlein auch etwas zu sehen und zu spielen bekommt. Zwar muss ich dann Pausen einlegen, aber immerhin komme ich auf etwa 10 km.

Einer der Motivationstipps: Laufen mit KindSicher kann es beim Laufen mit dem Kinderwagen nicht über die allerschmalsten Trails gehen, aber Forstwege sind mit dem Jogger eigentlich kein Problem. Zwar muss man danach ein wenig Zeit zum Säubern des Kinderwagens einplanen und auch die Waschmaschine kommt danach ordentlich ans Arbeiten, aber sowohl für mich als auch für unsere Tochter sind solche Strecken eine willkommene Abwechslung, bei der es viel zu entdecken gibt. In Grillhütten und auf Spielplätzen kann sich der Nachwuchs austoben, während ich mich beim Laufen zwischen den einzelnen „Stationen“ auspowern kann.

3. Ziele setzen

In diesem Jahr werde ich an ein paar Trailläufen, aber auch an ein paar kürzeren Straßenläufen teilnehmen. Zwar habe ich mich noch nirgendwo angemeldet, aber die Läufe sind bereits ausgewählt. Sobald der jeweilige Lauf näher rückt, muss das Training intensiviert werden. Dann gibt es einen Grund für die höhere Anzahl an Läufen pro Woche, für das Training oder das Laufen auf Zeit, denn man möchte ja nicht als letzter die Ziellinie überqueren.

Auch habe ich mir vorgenommen, in diesem Jahr mal die Halbmarathon-Distanz zu laufen. Dies muss allerdings nicht in einem Wettkampf passieren, sondern gerne auch einfach so im Training. Einen Trainingsplan dazu habe ich mir bereits erstellt, ich warte aber noch auf den richtigen Zeitpunkt, um mit dem Training zu beginnen.

4. Mit Freunden laufen

Es hat sich im Laufe der Zeit ergeben, dass wir uns wenigstens sonntags zu einem gemeinsamen Lauf aufmachen. Wie unsere Streckenplanung dann meistens abläuft, habe ich unter Punkt 1 bereits beschrieben. Aber das Verabreden mit Freunden bringt zusätzliche Motivation.

Alle sind für den selben Zeitpunkt am selben Ort verabredet, eine Ausrede zu finden wird dann natürlich schwierig. Außer Krankheit zählt dann meistens nichts. Man will die Mitläufer schließlich nicht im Stich lassen, erst recht nicht, wenn man selber ein wenig die Streckenplanung übernommen hat.

5. Gadgets zulegen

Vor kurzem habe ich mir die Garmin Forerunner 210 zugelegt – und ich muss zugeben: Mit diesem neuen Gadget macht das Laufen noch mehr Spaß. Vorher habe ich meine Läufe mit Runtastic aufgezeichnet. Die iPhone-App hat mich aber in unregelmäßigen Abständen im Stich gelassen und teilweise völligen Quatsch aufgezeichnet. So entschied ich mich für den Kauf einer Laufuhr mit GPS. Zwar ist die Forerunner 210 nicht das neuste Modell, aber es erfüllt meine Anforderungen voll und ganz.

Abendliche Läufe im Dunkeln versüßt mir seit einiger Zeit auch meine Petzl Nao, mit der es tierisch Spaß macht, die schmalen Pfade im Wurmtal oder im Aachener Wald zu erforschen. Auch neue Laufschuhe oder andere Accessoires versüßen einem die nächsten Läufe mit Sicherheit. Ich sehe den Kauf von neuer Kleidung oder neuem technischen Schnickschnack immer wieder als eine Art Belohnung für das Training – und als Ansporn, damit weiter zu machen.

Meine ganz persönlichen Motivationstipps

Sicher wird sich der oder die ein oder andere mit ähnlichen, wenn nicht sogar mit den gleichen Tipps hin und wieder einen Ruck geben und den inneren Schweinehund überwinden. Und ganz sicher gibt es auch weitere Tricks, wie man sich aufraffen kann. Diese 5 Motivationstipps zählen allerdings zu meinen ganz persönlichen Favoriten.

Was sind eure Motivationstipps?

Wie motiviert ihr euch, wenn es mal nicht so richtig laufen will? Was sind eure Motivationstipps? Gibt es besondere Playlists, die ihr hört, um in Schwung zu kommen? Oder sind es doch ganz andere Tricks? Ich bin gespannt!

4 Kommentare

  1. Hi Axel,

    Ziele setzen finde ich auch sehr wichtig. Ich habe meine Wettkämpfe für dieses Jahr schon geplant und werden mich zu den meisten jetzt schon anmelden, um so die Motivation zu steigern. Vor allem meine sportliche Herausforderung in diesem Jahr, der Allgäu Panorama Ultratrail mit 69 km und 3000 Hm wird viel Training erfordern, das gut geplant sein sollte.

    Wichtig ist für mich auch, dass ich die Strecken variiere. Immer die gleiche Strecke laufen wird irgendwann langweilig, daher immer wieder wechseln und mal längere, mal kürzere Strecken, mal mit Bergen, mal ohne Berge… mal alleine, mal mit Freunden.

    Schön und motivierend ist es natürlich auch, mit Kind im Jogger laufen zu gehen. So können die Kleinen die Mittagsruhe verbringen oder schlafen, ich komme zum Laufen und alle sind glücklich… Auch mit den Kleinen lassen sich viele unterschiedliche Strecken laufen, so dass es nicht immer der Teerweg sein muss.

    Laufen macht auch abends um 9 noch Spaß…

    Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und vor allem Spaß beim Laufen!
    Viele Grüße
    Bernd

  2. Motivation brauche ich eigentlich nie, da ich weiß wie gut mir Sport tut und für die Rennsaison muss ich eh was tun.
    Mich treibt es einfach schon aus gesundheitlichen gründen an daher finde ich das mit der Motivation immer schwierig. Das ist auch mit Sportanfängern so ein Ding, man muss am Sport und an der Bewegung spaß finden, dann geht der Rest meiner Meinung nach alleine.

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