Mit dem Rad durch drei Länder: Der RurUfer-Radweg

Als mein Schwiegervater mich mit dem Fahrradgepäckträger am Signal de Botrange mitten im Hohen Venn absetzt, ist der Himmel über mir mit dicken schwarzen Wolken behangen. Es wird doch wohl nicht jetzt schon anfangen zu regnen? Zwar ist nicht das beste Wetter für die nächsten Tage vorausgesagt, aber es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung – und die habe ich in meinen beiden Gepäckträgertaschen, auf die ich vor der Abfahrt am höchsten Punkt Belgiens (694,24 m) noch einen wasserdichten Packsack zurre. So. Festziehen – und los geht’s.

Der Baltia-HügelWeit komme ich nicht, denn um die Ecke des Turmes erwartet mich bereits der Baltia-Hügel, der hier aufgeschüttet wurde, um den höchsten Punkt Belgiens auf 700 m zu bringen. Ich nehme die Stufen hinauf zu dem kleinen Steinblock, der diesen geografisch wichtigen Punkt markiert, und schaue mich um. Niemand ist hier oben im Hohen Venn. Ich scheine alleine hier oben zu sein in den nebeligen Schwaden, alleine mit meinem Rad und den drei roten Gepäckstücken. Und irgendwo hier in der verwunschenen Kulisse soll sie entspringen, die Rur. Der RurUfer-Radweg soll sie begleiten, hier oben in Belgien starten, dann eine ganze Zeit lang durch Deutschland und am Ende durch die Niederlande bis zur Mündung der Rur in die Maas führen. Etwa 180 km weit werde ich in den nächsten drei Tagen diesen Fluss begleiten. Alleine. Mit dabei sind mein Zelt, meine Isomatte und mein Schlafsack. Und ein paar Kochutensilien natürlich. Ein bisschen Bekleidung für über Tag und eine Hose für abends sind auch dabei. Das war’s.

Etappe 1 – Signal de Botrange nach Heimbach

Jugendzeltplatz DreistegenMit einem großen Schwung springe ich auf mein Rad und muss aufpassen, dass ich nicht mit dem Fuß am Gepäck hängen bleibe. Das ging gerade noch einmal gut. Also geht es endlich los. Ich fahre die Straße hinunter und biege in einen Waldweg ein. Durch Küchelscheid gelange ich bald nach Deutschland und in das romantische Rurtal, wo ich bereits mehrmals gelaufen bin. Hier ist alles nach der Rur oder Roer benannt: Die Rue de La Roer oder der Rurbusch. Bevor ich nach Monschau einfahre, passiere ich Kloster Reichenstein und den Jugendzeltplatz Dreistegen, es geht vorbei am „Knochenbrecher“, den mir René von Outdoor Spirit bei einem Trailrun gezeigt hat, und dann radele ich geradewegs in die alte Tuchmacherstadt.

Felsenkeller Brauerei und Brauereimuseum

Schon bei der Planung meiner Route hatte ich mit einem Besuch der Felsenkeller Brauerei und dem dazu gehörigen Museum liebäugelt, nun ist es endlich so weit. Da ich mitten in der Woche unterwegs bin, ist es relativ leer in Monschau und somit auch im Museum. So kann ich mir viel Zeit nehmen und alles ganz genau anschauen. Im Innenhof der Brauerei beginnt die Ausstellung und ich kann mich in dem kleinen Heft, das mir ausgehändigt wurde, über die einzelnen Exponate informieren.

Zutaten für BierÜber eine Treppe geht es hinauf zu den Maischefässern und um viele Ecken zu sogenannten Patentkellern, wo man damals das Natureis einlagerte. In einem der Räume sind abertausende von Bierflaschen aus aller Welt ausgestellt. Und zum Schluss geht es noch einmal ins Erdgeschoss. Dort erwartet mich der Felsenkeller, wo die Fässer früher eingelagert wurden. Nach dem Besuch im Brauereimuseum mache ich mich wieder auf den Weg und schaue mir noch ein paar Fachwerkhäuser in Monschau an. Wer nicht auf Brauereikunst steht, kann sich die wirklich sehr interessante Monschauer Senfmühle anschauen. Auch sehr empfehlenswert.

Rur in MonschauIn Monschau war ich schon oft, aber irgendwie ist es immer wieder schön hier. Vor allem sieht heute alles ganz anders aus und ich habe das Gefühl, aus einer ganz anderen Perspektive auf das Städtchen zu schauen als sonst. So schlängele ich mich durch die alten Gassen und folge auch dabei fast immer der Rur, die mich sicher aus der Stadt heraus leitet. Immer weiter dem Fluss folgend fahre ich an dem kleinen Ort Widdau vorbei und durch den Nachbarort Hammer. Nach guten 32 km mache ich in den Rurauen hinter Hammer eine Pause und die erste Tütennahrung der Tour ist fällig. Gut gestärkt geht es weiter bis ich irgendwann den Rursee erreiche.

Den Ort Einruhr lasse ich am rechten Ufer des Sees liegen und folge dem RurUfer-Radweg auf der linken Seite des Sees über die asphaltierte Straße. So gelange ich bald nach Rurberg, wo ich am Ufer des Sees entlang in Richtung Woffelsbach radele. In Woffelsbach angekommen mache ich einen Abstecher zum neuen Areal von Natur bewegt dich und sage den Kollegen kurz Hallo. Immer weiter geht es am Ufer des Rursees entlang und ich erinnere mich bei jedem gefahrenen Meter immer mehr an unsere Rurseeumrundung, kann mir ein Lächeln dabei nicht verkneifen. Vor meinem inneren Auge sehe ich „Blasen-Bernd“ und „Hüften-Harald“ (die Betroffenen wissen, wer gemeint ist) neben mir her laufen. Und irgendwie schreit es nach der nächsten Langdistanz-Wanderung.

Kraftwerk HeimbachIch fahre über die Staumauer bei Schwammenauel und biege am Landal Park Eifeler Tor nach links ab. Hier vom Parkplatz Büdenbach sind wir vor Kurzem noch zu unserer Wanderung Buchenhallen und Eichenhänge aufgebrochen. Es geht den Berg hinunter bis zum Kraftwerk Heimbach. Und als ich gute 3 km später nach Heimbach einfahre, thront Burg Hengebach hoch über mir. Fast habe ich das Etappenziel erreicht. Noch einmal 3 km weiter erreiche ich dann den Heimbacher Campingplatz Gut Habersauel, wo ich schon einmal mit Martin, Volker und Silvia übernachtet habe, als wir auf dem Wildnistrail unterwegs waren. Ich baue mein Zelt auf, genieße eine Dusche und lasse es mir bei den leckeren Pommes und einem Bier im Bistro auf dem Platz gut gehen. Um 21 Uhr falle ich totmüde ins Zelt.

Fazit Tag 1

Den ersten Tag kann man in zwei Etappen von Signal de Botrange bis Rurberg und von Rurberg bis Heimbach unterteilen, muss man aber nicht. Es sind ein paar stramme Anstiege im Verlauf der Strecke, die aber machbar sind. Allerdings lässt teilweise der Untergrund zu wünschen übrig. So muss man zeitweise über sehr groben Schotter fahren, was mein Hinterrad arg in Mitleidenschaft gezogen hat.

Auf dem Weg von Botrange nach Heimbach trifft man auf so manchen Wanderweg. So begrüßte mich zuerst der Fernwanderweg GR56, der fast am Signal de Botrange vorbei führt und schon seit einiger Zeit auf meiner To Do-Liste steht. Ich treffe auf die Moor-Route, die Kloster-Route, die Kall-Rur-Panorama Route, die Bachtäler-Höhenroute, die Buntsandstein-Route, die Tälerroute Neffelbach, die Struffelt Route, die Felspassage, den Wildnis Trail, ach, alle hier zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Da wird mir erst wieder mal bewusst, wie beliebt das Wanderland Eifel eigentlich so ist.

Am Ende des Tages habe ich 70,3 Kilometer in den Waden, allerdings weiß ich nicht, ob die Aufzeichnung der Höhenmeter ganz korrekt ist, denn die zeigt 1.346 Hm an.

Bilder Tag 1

Etappe 2 – Heimbach nach Jülich

Ausblick bei FrühstückMorgens geht es früh los. Nach dem Frühstück im Zelt mit einem Kaffee und einem Leberwurstbrot verlasse ich den Campingplatz und radele durch Hausen, Blens und Abenden. Dabei erfreue ich mich an den kleinen Dörfchen mit ihren Fachwerkhäusern, bin allerdings irgendwie immer ein bisschen betroffen, wenn ich den ganzen Leerstand in der Region sehe. Ehemals gut gehende Restaurants stehen heute alle leer und ich frage mich, wie wohl die Geschichte dahinter aussehen mag.

Hinter Abenden macht der Berrefeldweg unterhalb der Buntsandsteinfelsen eine fast 90 Grad scharfe Kurve. Ich fahre um die Ecke und wie dahin gezaubert begrüßt mich Burg Nideggen, die hoch über dem Rurtal thront. „Jaja, diese Herrscher damals wussten schon, wo sie ihre Häuschen hinbauten“, denke ich mir. Und ein nächster Gedanke ist: Die Tour wär doch auch was für Luftschubser. Dann radele ich aber weiter über das Feld und erkenne ein Teilstück der Strecke wieder, da ich vor Kurzem erst mit Jörg hier unterhalb der Burg gelaufen bin.

Stausee ObermaubachSo nah wie am Nationalpark Infopunkt Zerkall bin ich der Rur bisher nur bei meiner Pause hinter Hammer am ersten Tag gekommen und ich überlege die ganze Zeit, bei welcher Wanderung ich hier schon mal vorbei gekommen bin. Dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Der Wildnis-Trail endet hier. Und auch bei der Wanderung entlang der Felspassage war ich schon mal hier. Also führt mein Weg erneut an Gut Kallerbend und dem Gestüt Gut Neuenhof vorbei. Ich passiere ein weiteres Gestüt, das Gut Mausauel, und erreiche kurz danach den Stausee Obermaubach. Hier starteten wir vor vielen vielen Jahren eine unserer ersten Wanderungen durch den wilden Kermeter.

Ich verlasse Obermaubach und fahre nach Untermaubach. Dort statte ich der Burg Untermaubach noch einen kurzen Besuch ab und fahre weiter der Rur entlang in Richtung Kreuzau. Dabei kann ich zusehen, wie das Tal immer weiter wird und die Rur immer ruhiger fließt, die mich jetzt kontinuierlich begleitet. Nach Kreuzau fahre ich durch Lendersdorf schnell nach Düren, wo ich aufgewachsen bin. Es geht ausschließlich rechts der Rur über wassergebundene Wege und ich kann „einfach mal rollen lassen“. So rolle ich durch Weideland und werfe hin und wieder einen Blick auf mein Navi. Dabei entdecke ich einen See mit einer außergewöhnlichen Form. Ich radele an Selhausen und Krauthausen vorbei und verlasse die Rur hinter Selgersdorf für einen Abstecher zum Forschungszentrum, wo ich meine Schwägerin besuche und eine leckere Gemüselasagne auf mich wartet. Eine kleine Führung per Rad über das Gelände gibt es gratis dazu, aber ich muss mich bald wieder aufmachen, damit ich zum Campingplatz am Brückenkopfpark komme, denn der Platz ist nicht dauerhaft besetzt und so gestaltet sich die Anmeldung anfänglich ein bisschen komplizierter als gedacht, weil ich von A nach B geschickt werde. Irgendwann ist mein Sold aber entrichtet und ich richte mich auf dem Platz häuslich ein. Es gibt Strom direkt an der Parzelle und der Platz wirkt sehr sauber. Außer mir ist noch eine Jugendgruppe mit drei Zelten zu Gast und ich freue mich, angekommen zu sein. Nach einer Dusche mache ich mich fertig für einen Besuch in der Stadt Jülich, wo ich mir die Zitadelle, den Hexenturm, das Aachener Tor und das Rathaus anschaue.

Zelt steht!Zwischendurch treffe ich mich mit Dennis Eipel vom Outdoor Blog, den es wieder in die Heimat gezogen hat, und wir plauschen ein bisschen bei Kaffee und Spaghettieis. Danach kehre ich im Restaurant Liebevoll im alten Stadthotel ein und lasse es mir bei Spätzle und einem Bier gut gehen. Ich lese ein wenig, bevor es zurück zum Zeltplatz geht. Dass der Zeltplatz ein Jugendgruppenzeltplatz ist, macht sich schnell bemerkbar, als ich zur Toilette gehen möchte, denn unter die Türklinke ist eine dicke Wurst Zahnpasta geschmiert. Der Klassiker. Und ein guter Grund, endlich im Schlafsack zu verschwinden.

Fazit Tag 2

Besonders beeindruckt hat mich an diesem Tag die Veränderung der Landschaft ab Obermaubach. Ohne viel in die Pedale treten zu müssen konnte ich die Rur und die Umgebung ganz intensiv beobachten und hier und da das ein oder andere Plätzchen ausfindig machen, wo ich als Kind gespielt habe. Außerdem hat mir die Schlenderei durch Jülich sehr gut gefallen, da ich für Geschichte fast immer zu haben bin.

Mit 58,1 aufgezeichneten Kilometern und 238 Höhenmetern ist die zweite Etappe eine durchaus moderate Strecke, die man auch als Tagetour absolvieren kann. Die Rurtalbahn fährt sowohl Heimbach als auch Jülich an und die Fahrradmitnahme ist möglich.

Bilder Tag 2

Etappe 3 – Jülich nach Roermond

Morgens geht es schon früh los. Die Nacht auf dem Jugendgruppenzeltplatz war trotz der geringen Anzahl an Jugendlichen sehr unruhig und so entschließe ich mich, möglichst früh in den Tag zu starten. Auf einer Picknickbank genieße ich den morgendlichen Kaffee und das mittlerweile schon obligatorische Leberwurstbrot, packe meine roten Radtaschen und fahre los. Nach nur 1 km begrüßt mich die Rur, die ich auf einer Holzbrücke überquere. Leichter Nebel liegt noch in den Rurauen und Hasen hoppeln über die schmalen Rasenstreifen, eine Schwanfamilie schaut hinter einem umgekippten Baumstamm, der halb im Wasser liegt, hervor. Und kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Idyllischer kann ein Tag kaum starten, denke ich und werde nur wenige hundert Meter weiter eines Besseren belehrt.

Umgeknickte PappelnRiesen-Pappeln liegen in der Landschaft herum, als hätte der liebe Gott hier Mikado gespielt. Ein Feld der Verwüstung. Brückengeländer sind gebrochen, auf die die mächtigen Bäume gekippt sind. Zäune und Wege sind betroffen. Über viele Kilometer erstreckt sich das Trümmerfeld. Auch auf dem kleinen Abstecher zu Schloss Kellenberg, das heute ein tristes Dasein fristet, muss ich immer wieder umgefallenen Bäumen und mannshohen Wurzeltellern ausweichen.

Zurück auf dem eigentlichen Weg radele ich weiter in Richtung Linnich, wo ich von der Rückseite an ein verfallenes Kasernengelände, so denke ich, gelange. Ein Besuch der Pforte verrät: Hier befindet sich die Polzeischule Aachen. Ich fahre weiter der Rur entlang durch Linnich und kann bald bei leichtem Rückenwind über die Felder zwischen Linnich und Hilfarth düsen. Auf einem Feldweg biege ich um die Ecke und erblicke am Horizont eine überdimensional große Kirche, die doppelt so groß wie eine „gewöhnliche“ Kirche zu sein scheint. Eine Schautafel einen Kilometer weiter verrät mir, dass es sich dabei um die Kirche St. Leonhard handelt. Die in den Jahren 1904 bis 1906 im neugotischen Stil erbaute Katholische Kirche ist so groß, dass sie den Beinamen „Rurtaldom“ redlich verdient.

Stille RurNur wenige Meter weiter erkenne ich plötzlich einen Platz wieder: Hier sind wir einmal zu einer Kanutour auf der Rur eingestiegen. Das sollten wir auch bald mal wiederholen, denke ich, und fahre weiter, bis ich ein Haldengelände rechts am Horizont sehe. Bei der Kanutour war mir das überhaupt nicht aufgefallen. Hierbei handelt es sich um die Millicher Halde, eine ca. 70 m hohe Aufschüttung des Abraums der ehemaligen Zeche „Sophia Jacoba“, aus der noch bis ins Jahr 1997 Steinkohle gefördert wurde. Unweit dieses tollen Panoramas fahre ich am Adolfosee entlang, der rechts des Weges liegt, und mache mir so langsam Gedanken, wie es wohl sein wird, wenn ich am Ende der Tour ankommen werde. Werde ich froh sein? Oder ein bisschen traurig? Eine Friet Speciaal (Pommes mit Zwiebeln, Mayo und Ketchup) muss auf jeden Fall drin sein, das steht fest ;)

Am Schloss Effeld und dem Effelder Waldsee vorbei überquere ich unmittelbar an der Seegrenze auch die deutsch-niederländische Grenze. Nun bin ich im dritten Land meiner Tour angekommen und in Vlodrop machen mich zweisprachige Schilder darauf aufmerksam. Ein weiteres Schild an einem Fluss, auf dem „Roer“ geschrieben steht, unterstreicht meine Einreise noch einmal. Als ich in Sint Odiliënbergankomme, sehe ich die ersten kleinen, für die Region typischen Häuschen am Straßenrand, auf dem Land dominieren hingegen mächtige Höfe das Bild. Ich fahre an der Priorij Thabor und der Basilika St. Wiro vorbei, die ein wenig bedrohlich auf einem Hügel steht und düster auf mich herab blickt.

Weit kann es nicht mehr sein bis Roermond, verrät mir mein Navi und ich werde irgendwie doch ein bisschen nervös, als ich das Ortsschild von Roermond passiere. Durch ein kleines Wohngebiet gelange ich an die Maas und sehe dicke Kähne auf ihr schippern, dann taucht noch einmal kurz die Rur neben mir auf und ich fahre zwischen beiden Flüssen entlang. Neben dem Stadtkern liegt die Mündung im Roerhaven und ich versuche, auf die Brücke zu kommen um ein Foto davon zu machen. Dabei nehme ich vor lauter Aufregung jedoch die falsche Auffahrt und muss noch einmal gute 5 km mehr fahren, um wieder auf die richtige Seite zu kommen. Dann habe ich es endlich geschafft und es wird Zeit für ein zugegebener Maßen stolzes Selfie. Ich habe es geschafft! Und bin doch ein bisschen traurig, dass nun alles vorbei ist.

Selfie vor der Rurmündung

Auf dem Markt gönne ich mir die selbst versprochene Friet Speciaal, bevor ich mich auf den Weg zum Bahnhof mache. Dort wundere ich mich etwas über die Preisgestaltung: Mein Ticket kostet 10,60 €, das für mein Fahrrad 12 €. Hier kassieren die niederländische NS und die Deutsche Bahn beim Fahrrad doppelt, was ich eine ausgesprochene Schweinerei finde. Aber die 12 € investiere ich gerne in solch eine geniale Tour. Und genau als ich in die Bahn nach Hause einsteige, fängt es an zu regnen.

Fazit Tag 3

Der an diesem Tag fast ebene Weg mit nur 69 Höhenmetern lädt dazu ein, einfach mal rollen zu lassen. Wie auch bei allen anderen Etappen gibt es auf dieser Etappe Tour-Variationen, die man guten Gewissens machen kann, da es kaum Steigungen gibt und sich die Anstrengung in Grenzen hält. Auch die guten 65 km sollten machbar sein.

Ein Aufenthalt in Roermond ist jedem zu empfehlen, der es bis hier hin schafft. Ich selber war schon oft hier, daher bin ich ziemlich schnell den Weg in Richtung Heimat angetreten.

Bilder Tag 3

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12 Kommentare

  1. Sehr schöner Bericht, Axel! Ihr seid echt mit einer feinen Gegend gesegnet in der Eifel! Und die Paddeltour auf der Rur hatten wir ja auch noch auf der Agenda. Na ja, der Herbst ist ja schon da und damit auch bald wieder paddelbare Wasserstände auf der Rur…

    • Danke, war ja auch wirklich eine sehr schöne Tour. Kann man nur empfehlen.
      Du kennst dich mit den Wasserständen besser aus als ich ;-) Sag einfach bescheid, wenn man paddeln kann. Wär sofort dabei!

  2. Klingt nach einer sehr tollen Tour!! Du hast mich daran erinnert wie toll doch meine Heimatgegend ist und derweil schwelge ich in Kindheitserinnerungen: Reiterferien auf Gut Mausauel, segeln auf dem Rursee, schwimmen im Adolfosee.. :)

    • Hehe, ich musste das auch erst wieder lernen, meine Heimat zu schätzen und mich für sie zu interessieren. Aber ich glaube, so geht es vielen…

  3. Danke für diesen tollen Beitrag, und die GPS Daten. Nun habe ich große Lust die Tour in diesem Frühjahr auch zu fahren. Um etwas Gepäck zu sparen, werde ich aber wohl in Hotels bzw. Jugendherbergen absteigen.

  4. Nein, noch nicht. Ich vermute im Sommer, wenn‘ schön warm ist. :) Sowas kann man ja auch relativ spontan angehen.

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