Mal was neues: Houserunning

Seit ich denken kann, begleitet mich eine latente Höhenangst. Panisch werde ich nicht, aber unwohl wird mir doch, wenn ich auf einer hohen Felskante, einem Haus oder Turm stehe. Vor einiger Zeit begann ich, mich meiner Angst zu stellen und habe neben alpinen Klettersteigen auch Gleitschirmfliegen ausprobiert. Nun wollte ich meinem inneren Schweinehund die nächste Lektion erteilen: Houserunning.

Houserunning? Was ist das?

Beim Houserunning läuft man angeseilt ein Gebäude herab. Der ganze Körper ist dabei waagerecht und das Gesicht schaut grade nach unten. Das Tempo kann man dabei selbst bestimmen, manchmal wird man aber auch einfach von oben abgeseilt. In der Praxis ist es meist eher ein Gehen und kein Rennen. Houserunning kann man von Gebäuden oder an graden Wänden (z.B. Staumauern) oder Felsen betreiben, die richtige Sicherheitsausrüstung und -ahnung vorausgesetzt.

Houserunning in Brühl bei Köln

Dicht bei Köln liegt Brühl. Dort gibt es nicht nur ein hübsches Schloss und das bekannte Phantasialand, sondern auch verschiedene Kletteranlagen. Eine davon ist der Kletterturm „Via Ferrata“, an dem wir vergangenen Samstag unser Glück probierten. Neben zwei Klettersteigen mit 25 und 50 Meter Höhe gibt es hier auch eine fest installierte Station zum Houserunning aus 45 Metern Höhe. Anlage, Material und Personal machten einen absolut vertrauenswürdigen Eindruck. Aber 45 Meter sind 45 Meter.

Alleine oder zu zweit

Bei „Via Ferrata“ kann man Wunsch einen Paarlauf nebeneinander machen. Die Geschwindigkeit bestimmt dabei jeder Läufer selbst, das Backupseil sichert im Notfall beide Läufer. Selbstverständlich kann man aber auch alleine starten. Der Preis zwischen Einzel- und Paarlauf kann aber abweichen.

Unabhängig davon ob alleine oder als Paarlauf wird man mit Helm, Handschuhen und Gurtzeug ausgestattet und dann am Rücken doppeltgesichert. Das erste Sicherungsseil hat man über eine Acht selbst in der Hand, das zweite sichert von oben unabhängig davon, ob man das eigene Seil loslässt oder nicht. Durch die doppelte Sicherung ist Houserunning wirklich sicher.

Wenn man es kann, sieht es so aus

Mein erster Lauf war natürlich adrenalinreich aber relativ angstfrei. So virtuos wie im folgenden Video war ich aber natürlich nicht!

Fazit

Wahnsinn! Das mulmige Gefühl vor dem Start brachte mich fast dazu, erst gar nicht zu starten. Aber als es losging war es einfach super, nicht schwierig und auch trotz Adrenalin recht angstfrei. Das würde ich glatt nochmal machen. Beim nächsten Mal traue ich mir dann vielleicht auch ein paar Tricks zu.

Weitere Informationen über Öffnungszeiten, Preise und Wetternews auf der Homepage des Via Ferrata.

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