Lars Konarek – Überleben in der Natur

Es kann schneller passieren, als einem lieb ist: Mit dem Auto im Schnee stecken geblieben oder bei einer Wanderung verlaufen oder verletzt – und schon steckt man in einer Notsituation. Zwar begibt sich kein „normaler“ Mensch freiwillig in solche Situationen, aber die Berichte von Bergwachten und Rettungsdiensten belegen, dass Menschen aufgrund von technischem oder menschlichem Versagen in solche Situationen geraten.

Glutblasen unter Anleitung von Lars Konarek

Foto: Christoph Jorda

Während des Florena Men Abenteuer Natur 2012 lernte ich Lars Konarek kennen, der mit uns nach Rumänien gereist war, um uns dort mit hilfreichen Survival-Tipps zu versorgen. Lars lehrte uns, wie man Feuer mit Feuerstahl entzündet, übernachtete mit uns im Schnee, navigierte uns durch die hüfthoch verschneiten Karpatenausläufer und zeigte uns, welche Pflanzen man essen kann. Besonders genial fand ich die Gefäßherstellung mit Hilfe des Glutblasens. Zwar waren wir in Rumänien in keiner Notsituation, aber alles, was Lars Konarek uns erzählte, hatte Hand und Fuß. Und ich wollte mehr darüber wissen, denn ein Grundwissen über Survival und Bushcraft kann schließlich nicht schaden. Ich möchte zwar nie in eine Notsituation geraten, bin aber dennoch froh zu wissen, wie ich mit der Situation umzugehen habe, falls sie wirklich mal eintrifft.

Lars Konarek – Überleben in der Natur

Lars hat dieses Jahr ein Buch im Leopold Stocker Verlag unter dem Titel „Überleben in der Natur“ veröffentlicht. Mir hat er ein Rezensionsexemplar zukommen lassen, das ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.

In dem handlichen Buch im Pocketformat räumt der Experte Ungereimtheiten einiger Survival-Mythen aus dem Weg, die sicher jeder von uns schon mal gehört hat. Teilweise spricht Lars Konarek Mythen an, die in einer Notsituation sogar das Leben des in Not geratenen gefährden können.

Lars Konarek - Überleben in der Natur

Foto: Lars Konarek

Im Kapitel „Die drei Prioritäten des Überlebens“ geht Lars Konarek näher auf die Prioritäten „Wärme/Unterkunft“, „Wasser“ und „Suchen und Zubereitung von Nahrung“ ein. Die Tipps und Anleitungen erstrecken sich vom Feuer machen in freier Natur über Aufwärmemöglichkeiten, Lagerbau, die Errichtung von Schneehöhlen, das Auffinden von Wasser im Kapitel „Die drei Prioritäten des Überlebens“ bis hin zu psychologischen Tricks, die die Notsituation überstehen helfen in der Rubrik „Survival-Psychologie“. Heilmitteln, die die Natur uns bietet werden im Kapitel  „Krankheit, Erste Hilfe und Signalgebung zur Rettung“ thematisiert. Natürlich wird auch essbaren Pflanzen und den Möglichkeiten, tierische Nahrung zu erbeuten, Platz eingeräumt. Außerdem gibt Lars Konarek im Kapitel „Werkzeuge und Hilfsmittel“ Tipps zur Herstellung von einfachem Werkzeugen. Mit den angebotenen Tipps und etwas Übung sollte jeder eine gute Basis für den möglichen Notfall haben.

Nun steht das 11 x 17 cm große und 168 Seiten starke Buch griffbereit auf meinem Schreibtisch, an dem ich naturbezogene Angebote für Jugendgruppen plane. Hin und wieder werfe ich dort einen Blick hinein, um den Jungs und Mädels keinen Unsinn zu verzapfen. So dient mir das Buch häufig als Nachschlagewerk.

„Überleben in der Natur“ (ISBN: 978-3-7020-1390-5) kostet 14,95 € und ist bei Amazon, Thalia oder direkt beim Stocker Verlag erhältlich.

Über Lars Konarek

Lars Konarek diente als Soldat in einem Fallschirmjägerbataillon und wurde durch seine Survival-Experimente bekannt. Sein Wissen stellte er unter anderem dem Wissensmagazin „Galileo“ auf Pro7 zur Verfügung. Als hauptberuflicher Survivaltrainer ist er beinahe 100 Tage im Jahr rund um die Uhr bei jedem Wetter draußen unterwegs. Die Natur ist also sein zweites Zuhause. So hat Konarek im Laufe der Jahre einen großen Erfahrungsschatz in Bushcraft- und Survivalskills angesammelt, die er in seinen Kursen an Interessierte weitergibt. An einem dieser Kurse werde ich im nächsten Jahr teilnehmen und dann natürlich hier davon berichten.

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