Jetboil Flash PCS Kochsystem

Auf längeren Tagestouren oder auf Mehrtagestouren möchte man sich hin und wieder etwas Gutes tun oder einfach seinen Hunger bzw. Durst stillen. Gerade im Winter kann ein warmer Kaffee oder Tee, eine Fertigsuppe oder ein gefriergetrocknetes Essen Wunder in den Energiespeichern und bei der Moral bewirken. Das Kochsystem Jetboil Flash PCS verspricht nicht nur namentlich, eines der schnellsten bei der Zubereitung von warmen Mahlzeiten und Getränken zu sein. Ob er das auch wirklich ist, habe ich für euch getestet.

Erster Eindruck des Jetboil Flash PCS

Kaffee kochen mit dem Jetboil Flash PCSBeim Auspacken des Jetboil Flash PCS, und hierbei steht das PCS für „Personal Cooking System“, gab es nicht viel: Ein eingeschweißtes Kochsystem und eine Gaskartusche. Allerdings hatte ich als ursprünglich gelernter Grafiker meinen ersten Spaß mit dem Kocher beim Lesen der Außenverpackung. Von einer „Isolierende neoprenhulle“, und einem „Kartuschenfuß für zusätzliche cicherheit und komfort“ ist dort die Rede. Auch wenn Jetboil aus Manchester, New Hampshire/USA stammt, sollte eine korrekte Übersetzung für den Weltmarkt doch drin sein, oder? Naja, wichtig ist ja, was drin steckt.

Packt man das Kochsystem aus seiner Plastikhülle, hält man ein stabil verpacktes Kochsystem in der Hand, bei dem alle Teile im Kessel des Kochers verstaut sind. So lässt sich der Jetboil Flash auch im Rucksack verstauen, so dass langes Suchen der einzelnen Kocherteile überflüssig wird.

Jetboil Flash auch als Trinkbecher nutzbarNoch praktischer finde ich, dass keine separate Tasse oder kein extra Becher mehr mitgeschleppt werden muss, denn der Topf des Kochers dient ebenfalls als Trinkbecher. Ein in die vor Hitze schützende Neoprenhülle eingearbeiteter Griff macht aus dem Jetboil Flash eine prima Kaffeetasse, so wie man sie als Kaffeeliebhaber mag: Schön groß. Wer auf Kaffee trinken à la Raststätte steht, der kann sogar beim Gehen auch den mitgelieferten Deckel mit einer praktischen Trinköffnung auf die große Jetboil-Kaffeetasse packen und gelegentlich am Heißgetränk nippen.

Der Jetboil Flash PCS in der Praxis

Bei meiner Wanderung im Hohen Venn hatte ich den Flash nun endlich mal dabei. Bisher war das Wetter nicht so, dass ich einen Kocher hätte mitnehmen müssen. Aber hat es sich gelohnt, den Jetboil Flash bei der Tagestour mitzuschleppen? Definitiv ja, denn auf einer einsamen Lichtung mit einem genialen Panorama einen warmen Kaffee trinken zu können, ist irgendwie unbezahlbar. Aber der Reihe nach:

Gasregler am KochsystemDer Jetboil Flash ist ratzfatz zusammengebaut und in Betrieb genommen. Dazu dreht man das Kochsystem einfach auf die Gaskartusche und steckt den Kochtopf auf. Dann dreht man das Gasrad leicht auf und drückt die Piezo-Zündung. Klack, das Kochersystem ist in Betrieb. Ebenso funktioniert die Inbetriebsnahme des Systems, wenn man es als klassischen Gaskocher zusammen baut. Dazu muss lediglich der dreibeinige Kartuschenfuß an der Gaskartusche und der Topfständer am Kochsystem befestigt werden – und fertig ist die Mini-Küche. Dabei steht das System dank des Dreibeins sehr stabil.

Einen halben Liter Wasser habe ich im Freien in 1:48 Minute zum Kochen gebracht. Spitzenklasse! Ich habe bisher noch nichts gesehen, was Wasser unter freiem Himmel schneller erhitzt. Dazu beigetragen haben bestimmt auch die Wärmetauschrippen an der Unterseite des Kochbechers. Ob die zu erwärmende Flüssigkeit heiß ist, zeigt eine Temperaturanzeige in der Neoprenhülle des Bechers an.

Und wer einen Messbecher für unterwegs sucht, sollte einen Blick in die Schutzkappe an der Unterseite des Kochbechers werfen. Diese kann nicht nur als Tasse verwendet werden, sondern hat auch eine Messskala.

Fazit

Mit nur 657 Gramm all inklusive ist der Jetboil Flash PCS zwar kein Leichtgewicht, aber bestimmt leichter als so mancher Artgenosse. Und wer unterwegs etwas essen möchte, ist damit gut bedient, denn manche Teile können auch einfach zu Hause gelassen werden, wenn man vorher schon weiß, was man kochen möchte.

Jetboil Flash mit InhaltPrima finde ich die Konstruktion des Systems, denn alles lässt sich im Kochbecher verstauen. Und das so, dass nichts beim Wandern hin und her rappelt und ständig durch Geräusche nervt. Allerdings muss der Kochbecher natürlich immer restlos sauber und trocken gemacht werden, bevor man alle Zubehörteile wieder im Becher stapelt.

Die Piezo-Zündung am Kochsystem finde ich super, da man Feuerzeug oder Streichhölzer eigentlich zu Hause lassen kann. Ich bin bei so etwas aber immer vorsichtig, denn wie schnell fällt solch ein System mal aus. Dann würde ich mich grün und blau ärgern, wenn ich keine Zündquelle dabei hätte.

Wer also ein Kochsystem für draußen sucht, mit dem er Wasser kochen, Fertigsuppen oder gefriergetrocknetes Essen zubereiten möchte, kann mit dem Jetboil Flash nichts falsch machen.

Wer noch mehr über den Jetboil Flash PCS herausfinden möchte, kann auch mal bei Martin von Biketourglobal vorbeischauen, denn er hat den Flash auch getestet. Das Corinna aka. Outdoormädchen hat sogar Popcorn im Flash zubereitet. Aender vom Trekking Blog hat den Jetboil Flash auch getestet, allerdings mit der Coffee Press. Und auch Ralf von via-ferrata.de hat den Flash getestet.

Technische Details des Jetboil Flash PCS Kochsystems

  • System: kompaktes Kochsystem für Schraubgaskartuschen und Piezo-Zündung
  • Höhe: 18 cm mit Deckel (selbst gemessen)
  • Gewicht: 657 Gramm (alles inklusive und selbst nachgewogen)
  • Anschluss: Schraubkartuschen
  • Brennstoff: Gas
  • Siedezeit: 0,5 Liter in ca. 2 Minuten
  • Verbrauch: ca. 8 Gramm Gas pro Liter
  • Topfvolumen: 1 Liter
  • Lieferumfang: 1 x 100g Gaskartusche, Kartuschenfuß, Neoprenisolierung, Temperaturanzeige, Deckel mit Trinköffnung
Hinweis
Der Jetboil Flash PCS wurde mir von chalkr.de zur Verfügung gestellt, was diesen Test jedoch nicht beeinflusst hat. Alle Tests auf der Outdoorseite werden gewissenhaft durchgeführt und zeigen sowohl positive als auch negative Aspekte des getesteten Produkts auf.

5 Kommentare

  1. Sehr gut, den Flash habe ich auch getestet und ich hab auch immer ein Feuerzeug mit dabei, bei mir ist die Zündung im ersten Versuch auch gleich fehlgeschlagen. Nervig war auch das sauber machen da ich immer die Neopren hülle entfernt habe
    Viele Grüße felix

    • Das mit der Säuberung halte ich auch für problematisch. Nach dem Kaffee hat bisher das Ausspülen mit Wasser gereicht. Aber für eine richtige Säuberung muss die Neoprenhülle natürlich runter. Das stelle ich mir sehr fummelig vor.

  2. Die Kochzeit ist ja wirklich super. Aber nur um Kaffee oder Fertigessen damit zu kochen wär es mir wohl zu teuer. Sowas in einer Größe, dass man damit auch noch Nudeln kochen könnte, wäre ein Traum.

  3. Mir geht es genauso wir dir, dass ich meinen Kaffee überall mitnehmen muss.
    Sollte ich mal wieder Urlaub haben und wandern gehen werde ich deinem Tipp folgen!

    Lg Christian

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