Im Test: Mütze X-Bionic Bondear Cap

Der Hersteller von Funktionsbekleidung X-Bionic hat verschiedene Mützenmodelle im Angebot. Das Modell „Bondear Cap“ verfügt als einziges Modell über verlängerte Ohrenpartien, die beim Sport in der kalten Jahreszeit zuverlässig die Ohren wärmen.

Material

Die Mütze ist vollständig aus X-Bionics eigenem 3D-Strick (91% Polyamid, 5% Polypropylene, 4% Elastan) gefertigt. Dieses Material soll nicht nur Feuchtigkeit gut aufnehmen, in feuchtem Zustand zudem auch noch gut wärmen. Durch die speziellen Strukturen des Strickmaterials sind bestimmte Funktionen – z.B. die Sweat Traps oder die EarComp Zone – direkt in die Mütze eingestrickt, ohne einen Materialwechsel zu bedürfen.

Die Mütze ist bei 40°C in der Maschine waschbar. Aufgrund des verwendeten Skin NODOR-Materials nimmt die Mütze kaum Gerüche an. Dieses Material findet auch in anderen X-Bionic-Produkten Verwendung, die wir ebenfalls testen konnten. Mit selbst gemessenen 50g ist die Mütze schön leicht, um auch im Wandergepäck nicht zu sehr aufzutragen. Das Packmaß lässt sich in einem Kompressionssack weiter reduzieren.

Aussehen

Die Mütze besteht hauptsächlich aus X-Bionics typischem 3D-Strick in schwarz. An den Ohren sind Bereiche in anthrazit eingestrickt. An den Kanten wurde der Strick mit einem schwarzen, elastischen Schrägband umnäht. Eine andere Farbkombination als schwarz/anthrazit ist für diese ca. 45 € teure Sportmütze nicht verfügbar. Im Stirnbereich wurde das X-Bionic-Logo eingestrickt (nicht aufgedruckt!). Markant für die gesamte Mütze ist die Waffel-Optik, die sich bei vielen X-Bionic-Produkten findet und von der Herstellungsart herrührt.

Für diese Mütze speziell ist die verlängerte Ohrenpartie, sowie die nicht zu knappe Passform im Stirn- und Nackenbereich. Entsprechend setzt sie sich optisch von gerade geschnittenen Mützen ab.

X-Bionic Bondear Cap als Helmmütze

X-Bionic Bondear Cap als Helmmütze unter einem POC Trabec Helm

Passform und Tragegefühl

Während andere Hersteller bei Mützen oftmals nur eine einzige Größe anbieten („One size fits all.“), gibt es die X-Bionic Bondear Cap in zwei Größen (1 oder 2). Aufgrund der guten Passform eignet sich die Mütze nicht nur einwandfrei alleine, sondern auch sehr gut als Helmmütze z.B. beim Snowboarden oder Mountainbiking. Das Material ist sehr elastisch und passt sich perfekt der Kopfform und -größe an. Die Ohrenpartie ist lang genug, um das Ohr samt Ohrläppchen zu verdecken. Besonders bei kaltem Wind oder schnellen Läufen ist dies ein merkliches Komfort-Plus.

Aufgrund des Stricks ist die Mütze auch im nassen Zustand auch noch sehr warm. Zudem lässt sie sich leicht auswringen, falls diese beim Sport durch Schweiß oder Regen einmal zu nass werden sollte. Das Hören ist in der Mütze nicht eingeschränkt. Ob dies aber an der dunkelgrauen „EarComp Zone“ liegt, kann ich nicht beurteilen.

Bei der Bondear Cap wurde keine Membran verarbeitet. Daher ist die Mütze nicht wasserdicht, aber trotzdem überraschend winddicht.

Fazit

Ich habe die Mütze ausgiebig im Alltag, beim Sport und auch beim Wintercamping ausprobiert. Besonders bei winterlichen Läufen habe ich sie sehr zu schätzen gelernt, da der Kopf auch bei starkem Schwitzen nicht friert und die „Sweat Traps“ den Schweiß zuverlässig aus dem Gesicht halten. Im Dunkeln hält beim Laufen auch gut eine Stirnlampe auf der Mütze (getestet mit Petzl Tikka XP 2). Als Helmmütze eignet sie sich ebenso gut, da sie elastisch und nicht zu dick ist. Ich selbst habe die Bondear mehrfach unter einem POC Trabec Fahrradhelm getestet. Der Helm sollte dennoch nicht zu klein gewählt werden, damit Kopf und Mütze Platz finden, ohne dass der Helm drückt. X-Bionic könnte darüber nachdenken, ob nicht Reflektoren an der Mütze die Sichtbarkeit bei Nachtläufen erhöhen würde. Für mich persönlich lässt die Mütze ansonsten aber keine Wünsche offen, womit ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen würde.

Wer es etwas luftiger mag, für den hat X-Bionic das Bondear Headband (UVP 35 €) mit ebenfalls verlängerter Ohrenpartie im Angebot.

Hinweis
Die X-Bionic Bondear Cap wurde mir zur Verfügung gestellt, was diesen Test jedoch nicht beeinflusst hat. Alle Tests auf der Outdoorseite werden gewissenhaft durchgeführt und zeigen sowohl positive als auch negative Aspekte des getesteten Produkts auf.

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