18. May 2012

Im Dschungel der Outdoorjacken

veröffentlicht am 7. Februar 2012 von in Ausrüstung & Bekleidung, Tipps & Tricks, Werbung

©iStockphoto.com/gaspr13

Der klirrend kalte Winter hat uns fest im Griff. Und bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich stellt man sich erst recht die Frage nach der richtigen Jackenwahl. Doch die schier unendliche Palette an Arten und Modellen der verschiedenen Hersteller macht es dem Träger nicht einfacher bei der Wahl der richtigen Jacke. Was sollte man also vor dem Kauf beachten?

Outdoorjacke ist nicht gleich Outdoorjacke

Spricht man hierzulande von einer Outdoorjacke, meint man meist ein jackenartiges Bekleidungsstück, das man Draußen tragen kann. Denn in die Kategorie „Outdoorjacken“ fallen unter anderem Anoraks mit und ohne Kapuze, Fleecejacken, Fieldjacken, 3-in-1-Jacken, Hardshells oder Softshells. Sie alle unterscheiden sich durch ihre Funktionalität und somit durch ihren Einsatzbereich. Auch bei der Beschaffenheit der Jacke gibt es von Hersteller zu Hersteller Unterschiede.

Welche Jacke für welchen Verwendungszweck?

Wer häufig draußen unterwegs ist, hat sicher schon von den Softshells, den Hardshells, den Fleecejacken und ihren Verwandten gehört. Ginge es nach den Herstellern, sollte jeder Outdoorer von jeder Variante mindestens eine im Schrank haben. Um dem zu entgehen, machen sich viele Wochenendaktivisten auf die Suche nach dem Allround-Bekleidungsstück, mit dem sie nahezu jedes Wetter überstehen können. Doch wäre das so einfach, wäre der Markt für Jacken im Outdoorbereich nicht so groß.

Daunenjacken

Ein Klassiker unter den Outdoorjacken ist die Daunenjacke. Sie bietet auch bei eisigen Temperaturen ein wohlige Wärme – und das bei kleinstem Gewicht! Wie der Name bereits sagt, ist sie mit Daunen gefüttert und hält so auch bei extremen Temperaturbelastungen das, was sie verspricht.

Doppeljacken

Einer der Bestseller unter den Jacken für draußen, denn Doppeljacken bieten gleich drei Funktionen für einen Preis: Zum einen eine atmungsaktive, wasserdichte Funktionsaußenjacke, eine kuschelige und warme Innenjacke (häufig aus Fleece) und in Kombination der beiden Jacken eine warme, wasser- und schneedichte Winterjacke für die kalten Tage.

Fleecejacken

Fast jeder hat sie, fast jeder will sie: Fleecejacken. Die Begründung dafür liegt auf der Hand: Jacken aus Fleece sind leicht, trocknen schnell und halten warm und dienen somit als mittlere Bekleidungsschicht. Fleece-Bekleidung ist sehr widerstandsfähig und atmungsaktiv, sie haben ein hohes Wärmeisolationsvermögen und vermitteln ein außerordentlich angenehmes Tragegefühl.

Softshell

Auch kaum noch aus dem Outdoor-Bereich weg zu denken ist die Softshell. Sie bestehen häufig aus 2 oder 3 laminierten Membranschichten. In der Regel besteht die Außenschicht aus einem mechanisch widerstandsfähigen und strapazierfähigen Material, das das Innenfutter isoliert und Feuchtigkeit transportiert. Heute hat man eine ganze Reihe hochwertiger Stoffe für Softshell-Produkte, die leicht, robust, wetterfest und dennoch für 80-90 % der Outdoor-Aktivitäten ausreichend sind.

Hardshell

Hardshells als Oberflächenlösung bei Funktionsjacken bieten Ihnen für Ihre geplanten Aktivitäten eine optimale Lösung. Hardshelljacken bestehen aus einem Laminat mit zwei bis drei Lagen. Das Prinzip beim Aufbau dieser Funktionsjacken ist immer ähnlich: Funktionsjacke mit Membrane sorgt für angenehmes Klima. Zwischen einer robusten Aussenhaut und einem komfortablen Innenfutter liegt eine spezielle wasserdichte und atmungsaktive Membrane.

Somit hätten wir einen ersten Überblick über die gängigsten Varianten. Doch nun gibt es eine Schar an Herstellern, die ihre Jacken mit der neusten Technologie ausstatten: Laminate und Membranen.

Laminate und Membranen

Im Gegensatz zu früher, als Oberbekleidung für draußen meist aus Baumwolle oder Synthetik bestand, sind heute zahllose spezialisierte Membranen und Materialien bei Jacken zu finden. Praktisch jeder Hersteller hat seine eigenen Patente. Ob der Hersteller nun Jack Wolfskin oder The North Face, Schöffel oder Salomon heißt: Alle haben dieselben Probleme zu lösen: Der Kunde erwartet eine Jacke, die seinen Verwendungszwecken und allen möglichen Wetterlagen gerecht wird. Wärmespeicherung, Wind- und Wetterdichte, Regenfestigkeit, Atmungsaktivität und Konstruktionsweise von Outdoorjacken sind also die Themen, mit denen sich die Hersteller auseinandersetzen müssen.

So forscht fast jeder Hersteller oder sein Zulieferer permanent an neuen Schichten. Ob Vaude mit Sympatex, Jack Wolfskin mit Texapore oder GORE-TEX® als Zulieferer mit Pro Shell, Active Shell oder Windstopper – alle verfolgen ein Ziel: Den Träger möglichst vor Wind und Wetter zu schützen. So ist man mittlerweile sogar dazu übergegangen, verschiedene Membranen in einem Bekleidungsstück zu kombinieren. Im empfindlichen Brustbereich kann man so eine andere Membran nutzen als am Rücken oder unter den Armen.

Die Qual der Wahl

Jede Sportart ergibt diesbezüglich spezielle Bedürfnisse. Daher ist Outdoorbekleidung für den Sport spezialisiert, hochtechnisch und funktionell. Im Alltag genügen meist weniger Features und Ausrüstungen. Je technischer und spezialisierter eine Outdoorjacke, desto höher ist ihr Preis.

Outdoorjacken unterscheiden sich von Outdoorjacken durch ihren Schnitt, ihre Funktionalität und die gebotenen Farbstellungen, natürlich auch durch die angebotenen Größen. Die Logos von Jack Wolfskin oder The North Face unterscheiden sich, aber in den Produkteigenschaften ihrer Outdoor-Kollektionen nähern sich die Hersteller immer mehr an.

Softshell und Hardshell, Fleecejacke oder Kapuzen-Anorak hängen heute in immer mehr Kleiderschränken. Sie sind beliebig kombinierbar und erweitern das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten im Vergleich zu früher und letztlich spielt der Preis bei der Wahl der „richtigen“ Jacke eine große Rolle. Möchte man die Jacken für Outdooraktivitäten und nicht im Alltag nutzen, nutzen viele Kunden Sales und Rabattaktionen von Outdoor Shops, um funktionelle Markenbekleidung günstiger zu erwerben. Zu ärgerlich wäre es doch, wenn ein hochpreisiges Ausrüstungsstück während der Woche im Schrank hängen würde.

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5 Kommentare zu “Im Dschungel der Outdoorjacken”

  1. Lisa am 7. Februar 2012 um 11:38 Uhr

    Hier mal ein paar Erfahrungen aus dem Verkauf und von privater Natur zu Doppeljacken:
    Ich habe mir dieses Jahr einen Doppelmantel von Tatonka zugelegt, der mich mit seinem Steppfutter fantastisch wärmt – Aber: Man sollte bei einer Doppeljacke immer bedenken, dass durch die zwei nebeneinander liegenden Reißverschlussstränge an der Front auch schnell eine Kältebrücke entsteht, da das Futter dort natürlich nciht wirkt. Im Alltag finde ich das in Ordnung, aber ich habe doch schon manchmal ein kleines Frösteln an der Brust gespürt.
    Als Verkäuferin muss ich die Kunden deshalb immer darauf hinweisen: Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nunmal nur in unseren Träumen!

  2. Lisa am 7. Februar 2012 um 11:41 Uhr

    Ach, und noch ein Klugscheisser-Hinweis: Nanuk von Jack Wolfskin ist ein Fleece und keine Beschichtung/Membran – die nennt sich beim Hersteller mit der Tatze Texapore und gibt es in verschiedenen Abstufungen, was die Wassersäule und Dampfdurchlässigkeit anbelangt…

  3. Axel am 7. Februar 2012 um 11:42 Uhr

    Haha, danke für den Tipp. Wird natürlich sofort geändert!

  4. Lisa am 9. Februar 2012 um 00:18 Uhr

    Ach, meinen Senf dazugeben tu ich doch immer gerne, das kennst du doch noch ausm Hörsaal Axel!

    • Axel am 9. Februar 2012 um 22:22 Uhr

      Hörsaal – hört sich ja voll nach Riesen-Uni an… ;-)


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