Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

Nahezu jeder, der gerne unterwegs ist, kennt das Problem: Welchen Rucksack nehme ich auf meine Tour mit? Die praktischen Tragehilfen sind in allen erdenklichen Größen, Farben und Formen von einer Vielzahl an Herstellern erhältlich. Rucksäcke kaufen kann man in jedem gut sortierten Shop, egal ob online oder im Geschäft. Und oft hat man hier die Qual der Wahl!

Wie lange dauert meine Tour? Was will ich mitnehmen? Welchen Luxus gönne ich mir unterwegs? – All diese Fragen stellt sich der ambitionierte Freiluft-Fan vor seiner Tour. Ich selber besitze vier Rucksäcke in allen gängigen Größen – vom kleinen 32 Liter-Packwunder bis zum gewaltigen 80 Liter-Brummer. Und auch ich musste lernen. Gerne erinnere ich mich an unsere erste 4-Tage-Tour in der Eifel zurück: Wir planten unsere erste Tour und hatten Proviant dabei, als hätten wir eine sechswöchige Tour durch Lappland vor. Ich lieh mir einen 100 Liter-Rucksack von einem Freund: Vom Gaskocher über Kaffee, Fertiggerichte, Zelt, Schlafsäcke, Isomatten – alles war dabei. Man hätte uns auch für drei Wochen auf einer einsamen Insel aussetzen können.

Im Laufe der Jahre wurden die Rucksäcke immer kleiner und nur noch das Nötigste kam mit auf Tour. Schnell verabschiedeten wir uns von der Vorstellung jeden Tag frische Socken anziehen zu müssen und lernten, so viel wie möglich zu Hause zu lassen. Ein eigens für die erste Tour gekauftes Zelt mit 4,5 kg Eigengewicht verstaubt seitdem im Keller.

Sicher rechnen wir unseren Rucksackinhalt nicht mit Hilfe von Excel-Tabellen aus und hin und wieder nehmen wir auch mal etwas zu viel Gepäck mit, aber mit der richtigen Packtechnik (Anleitung 1/Anleitung 2) und dem Bewusstsein, dass jedes Kilo auch getragen werden will, kommen wir bei unseren Touren ganz gut aus.

Und welcher soll’s nun sein?

Ob Trekking-, Touren, Tages- oder Kletterrucksack – jeder Rucksack hat seine Vor- und Nachteile und sollte möglichst auf das Vorhaben abgestimmt sein. Es versteht sich fast von selbst, dass ein schwerer Trekkingrucksack mit vielen Schlaufen und Gummibändern sich nicht besonders gut zum Begehen von Klettersteigen eignet. Nicht auszumalen, was passieren kann, wenn man sich mit den Schlaufen irgendwo verfängt.

Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, für welches Modell er sich entscheidet. Abgesehen von Farbe, Preis und Funktionalität spielen selbstverständlich auch die Qualität und die Verarbeitung eine entscheidende Rolle. Ich werde nie vergessen, wie mein bester Freund (kein Outdoorer!) auf einen Trip durch Kanada einen Rucksack für 10 € aus dem Ramschladen mitnahm. Alle Bemühungen, ihn von dem Vorhaben abzuhalten, schlugen fehl. Um es kurz zu machen: Bereits ab der Ankunft am Flughafen Montreal durfte er seinen Rucksack zwei Wochenlang mit nur einem Träger tragen.

Links zum Thema „Rucksack“

3 Kommentare

  1. Schöner Post, was mal wieder ein leidiges Thema aufarbeitet.
    Je mehr Liter desto besser. Dann schleppe ich halt 25 Kilo auf ein Wochenendausflug. :)

  2. Da gebe ich dir recht Axel. Ich war letzten Sommer 2 Tage im Harz unterwegs und hatte auch viel zu viel Gepäck mit dabei…. ;-) Aber ich finde mit der Anzahl der Touren wird man immer schlauer, was daheim gelassen werden kann und was nicht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.