Getestet: Die neue GORE-TEX® Pro Shell

Wie bereits zur Einführung der GORE-TEX® Active Shell im Jahr 2011 hatte der Hersteller W. L. Gore & Associates, Inc. wieder in die heiligen Hallen der Membranproduktion und -forschung nach Feldkirchen-Westerham geladen. 26 Blogger aus Europa sollten sich von den Stärken der neuen GORE-TEX® Pro Shell selbst überzeugen.

Foto: GORE-TEX® Products on Flickr

Foto: GORE-TEX® Products on Flickr

Nach einer relativ entspannten Anreise erreichte unser Flughafenshuttle das Gore-Werk in Feldkirchen-Westerham am vergangenen Freitag mit etwas Verspätung um 15:30 Uhr. In einem Konferenzraum des Gebäudes hatte bereits ein Vortrag über die Geschichte der Firma W. L. Gore & Associates, Inc. begonnen. Da ich bereits vor zwei Jahren die Active Shell für Gore testen durfte, kannte ich die Firmenhintergründe bereits und konnte super in den Vortrag einsteigen. Nachdem uns die neue GORE_TEX® Pro Shell vorgestellt wurde, durften wir das Testlabor und den Regenturm von Gore besichtigen.

GORE-TEX Regenturm

Die neue GORE-TEX® Pro Shell

Nachdem Gore seine verschiedenen Membrane vor einigen Jahren zu drei großen Hauptgruppen zusammengefasst hat, kennt der Endverbraucher bzw. der Besitzer einer neueren Jacke mit Gore-Membran nur noch die Reihen GORE-TEX, GORE-TEX Active und GORE-TEX Pro. Getreu dem Motto „Besser geht immer“ haben die Tüftler und Tester des Membrangiganten nun eine bis zu 28% atmungsaktivere Pro Shell produzieren können, die ab der Kollektion Herbst/Winter 2013 die alte GORE-TEX® Pro Shell ersetzen wird. Der Name bleibt, die Funktion nimmt zu.

Während die GORE-TEX-Reihe sich an Wander- und Trekkinginteressierte richtet, spricht die vor zwei Jahren eingeführte Active Shell eher Trailrunner und Jogger, also an all diejenigen, die über einen längeren Zeitraum eine gleichmäßige Menge an Schweiß ausstoßen. Die neue GORE-TEX Pro Shell hingegen bezieht auch die Zielgruppe der Bergsteiger, Skifahrer und sonstige Alpinisten mit ein, die ein robusteres Material am Fels benötigen, als es ein Wanderer im Mittelgebirge braucht.

Die alte und neue GORE-TEX Pro Shell im Vergleich

Dank dauerhaft wasser- und winddichter sowie atmungsaktiveren 3-Lagen-Laminaten, die sich jetzt im Vergleich zu ihren Vorgängerprodukten noch robuster und deutlich atmungsaktiver präsentieren, dürfen sich Outdoorenthusiasten nun über mehr Komfort in Kombination mit perfektem Schutz bei extremsten Wetterbedingungen freuen. Herzstück eines jeden Bekleidungsstücks ist somit die neue GORE-TEX® Pro Membran. Sie setzt sich aus einem völlig neu entwickelten, mehrlagigen Membran-System mit unterschiedlichen, komplett ePTFE-basierten Mikrostrukturen zusammen und ist fest mit dem Obermaterial sowie einem eigens entwickelten Innenfutter verbunden.

Im Vergleich zu seinen Vorgängerprodukten ist die neue GORE-TEX® Pro Generation, wie umfangreiche Labor- und Praxistests gezeigt haben, um bis zu 28 Prozent atmungsaktiver und sorgt so durch verbesserten Abtransport von Schweiß für deutlich mehr Komfort. Und das, ohne dabei die gewohnte dauerhafte Wasser- und Winddichtigkeit der Vorgänger-Generation von GORE-TEX® Pro Produkten zu kompromittieren.

Die neue Pro Generation im Test

Am Samstag, dem zweiten Tag des Blogger Summits, ging es schon früh in Richtung Zugspitze. Im Vorfeld des Summits konnten sich die 26 Blogger bereits für eine Aktivität anmelden, bei der sie die neue GORE-TEX Pro testen wollten. Ich hatte mich für eine Schneeschuhwanderung entschieden, da ich für Freeskiing noch zu wackelig auf den Brettern bin und Eisklettern noch nie gemacht hatte.

Nachdem wir an der Talstation der Kreuzeck-Alpspitzbahn mit dem nötigen Equipment versorgt worden waren, fuhr unsere Schneeschuhtruppe mit Guide Matthias hinauf zum Osterfelderkopf. Aufgrund der Minustemperaturen und einer Windgeschwindigkeit von 80 km/h auf dem Zugspitzplatt mussten wir umdisponieren und vom Osterfelderkopf starten.

Schneeschuhwanderung vom Osterfelderkopf zum Kreuzeck

Im Laufe unserer 4,5 Kilometer langen Tour vom Osterfelderkopf zum Kreuzeck konnten wir – auch hier wieder witterungsbedingt – größtenteils nur auf bzw. dicht neben befahrenen Pisten wandern. Einige Abstecher in den Tiefschnee blieben uns aber dennoch nicht vorenthalten. Da wir gute 450 HM zum Kreuzeck ab- aber nur 50 HM aufgestiegen sind, kann ich leider kaum etwas über den Abtransport von Schweiß der neuen Pro sagen. Aufgefallen ist mir jedoch, dass der Bereich um die Nierengegend trotz mehreren Lagen unter der Jacke recht kalt geworden ist.

Einen absoluten Pluspunkt gibt es für die Wasserdichtigkeit der Pro-Membran, die in einem Testmodell der Firma Arc’teryx verarbeitet war. Beim Erreichen der Eisklettergruppe am Kreuzeckhaus konnte ich keine feuchte Stelle unter der Jacke ausmachen.

Nach einer Pause entschieden wir uns, mit der Bahn zurück ins Tal zu fahren. Die Guides gaben uns neben der Hütte noch einen Einblick in die Lawinenverschüttetensuche und jeder durfte eine der vorher vergrabenen Signalgeräte suchen.

Vortrag von Edurne Pasaban

Nachdem wir uns im Hotel kurz frisch machen konnten, brachte uns unser Shuttlebus zur Oedbergalm, wo bereits ein festliches Buffet auf die hungrigen Bergsportler wartete. Ausnahmebergsteigerin Edurne Pasaban, die bereits am Vortag zu uns gestoßen war, hielt im Anschluss an das Mahl einen Vortrag über ihre Besteigungen des Kangchendzönga und des Annapurna. Nach dem packenden Vortrag der sympathischen Bergsteigerin ging es zurück ins Hotel.

Am nächsten Morgen verließen wir um 9 Uhr den Ort Miesbach in Richtung München, wo der Besuch der ISPO auf dem Plan stand.

Fahrt zur ISPO

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