Geocaching – oder die GPS Schatzsuche

Wie langweilig ist das Leben doch geworden. Es wird gehetzt, gejagt, die Arbeit ruft, der Haushalt muss gemacht werden, die Kinder schreien. Jeden Tag 24 Stunden täglich das gleiche Einerlei. Der wirklich richtige Kick fehlt. Auch die gemeinsamen Spaziergänge mit der Familie bringen nichts mehr. Mittlerweile wird jeder Grashalm, der am Wegesrand steht schon gegrüßt, man kennt sich schon so lange. In den Träumen wird noch die Kindheit gesehen, Piratenspiele mit den Freunden – das war angesagt. Verborgene Dinge im Wald ausfindig machen und Baumhäuser bauen – was für eine Zeit. Das Kind im Manne wird nie schweigen.

Aber warum den Mut verlieren? Es gibt doch Geocaching, die GPS Schatzsuche. Alle Männer und Frauen der Nation mit Abenteuerblut in den Adern: Das ist genau das Richtige, denn hier muss ein Schatz gesucht werden. Das Blut in den Adern fängt an zu pulsieren, wenn es raus in die freie Natur geht. Sich innerlich in einen Piraten verwandeln, zu Sherlock Holmes werden oder Hercul Poirot und mit einer Miss Marple die Fährte aufnehmen zu einem Schatz.

Wird die Spur als einsamer Wolf aufgenommen oder dürfen Gehilfen mit, die Löcher schaufeln? Kleine Hilfsmittel sind erlaubt bei der GPS Schatzsuche und ein richtiger Kompass, um die Spur nicht zu verlieren, auch. Durch dunkle Höhlen muss gekrochen werden, jede Ritze nach einem noch so kleinen Hinweis ausgekratzt werden und die Spur darf nicht kalt werden, denn es ist Eile geboten. Viele andere sind mit von der Partie, um das zu finden, was sie lange vermisst haben – das Abenteuer pur. Gut, das die Erinnerung an die Bundeswehrzeit noch da ist, über den Boden muss gerobbt werden, um sich vor den Blicken anderer zu verstecken und doch weiter zu kommen. Wie aufregend kann das Leben sein dank der Schatzsuche. Mit der knochenharten Suche in der freien Natur ist noch nicht alles getan. Karten müssen gelesen werden, vielleicht zeigt sich ein Hinweis und auch Rätsel wollen gelöst werden. Wo ist die Langeweile geblieben? Weg – wie von Zauberhand.

Zum Geocachen braucht es nicht viel: Ein GPS Gerät oder ein Smartphone mit Internetverbindung – und schon kann es losgehen. Wir haben hier bereits hin und wieder Artikel zum Geocachen veröffentlicht, jedoch ist das Thema in letzter Zeit ein wenig in den Hintergrund gerückt. Im kommenden Jahr werden wir Geocaching wieder verstärkt in unsere Artikelauswahl einbeziehen.

Zu guter Letzt möchten wir noch auf das Projekt „CITYBITS“ hinweisen, an dem wir gerade zusammen mit der Bleiberger Fabrik und der Grafikküche arbeiten. Hierbei werden innerstädtische Informationsrouten mit Hilfe von QR-Codes und Smartphones bewältigt – eine Mischung aus Geocaching, Educaching und Location Based Services wie Foursquare. Über den Stand der Planungen halten wir alle Interessierten ab dem neuen Jahr auf www.city-bits.com auf dem Laufenden.

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