E.O.F.T.-Abend mit einer Überraschung

Die E.O.F.T. machte gestern Abend endlich wieder Halt in der Kaiserstadt Aachen. Wie in den Vorjahren habe ich mich mordsmäßig auf den Abend gefreut, denn mit dem Ansturm auf die begehrten Karten für die gut drei Stunden Outdoor-Unterhaltung ist auch die Qualität der Filme in den letzten Jahren gestiegen.

Um 20:00 Uhr war es so weit. Der Trailer zu David Lamas neuem Film „Cerro Torre – A Snowballs Chance in Hell“, der im Herbst 2014 in Deutschland und Österreich in die Kinos kommen soll, eröffnete den E.O.F.T.-Abend. Es folgte ein weiterer Trailer zur GORE-TEX® Experience Tour – und dann konnte die European Outdoor Film Tour endlich durchstarten. Der Moderator des Abends stimmte uns auf die Filme der ersten Halbzeit bis zur Pause ein und versprach eine Überraschung. Dazu später mehr.

Los ging es mit dem Film Cascade, der zeigte, dass man in den Tiefen des Mexikos auch Wildwasser befahren kann, wenn es durchweg regnet und die Moskitos einen vollkommen zerstechen. Tolle SlowMotion-Aufnahmen rundeten den Einstieg in den E.O.F.T.-Abend ab.

Es folgte der Film Sound of the Void, der den Steilwandskifahrer Sébastien de Sainte Marie beim Versuch der Erstbefahrung der Nordwand des Gspaltenhorns in den Berner Alpen zeigt, einer Steilwand mit bis zu 55% Gefälle. Gleichzeitig mahnte Sébastien, dass bei extremen Sportarten jede falsche Bewegung in einem tödlichen Desaster enden kann.

An diesem Abend gab es noch einen weiteren Skifilm zu sehen: Supervention. Ein Who is Who der internationalen Ski- und Snowboadszene gibt sich bei Supervention die Klinke in die Hand. Wilde Sprünge am laufenden Band.

Ebenfalls eher in der Luft als am Boden aufzufinden waren die Jungs im Film NotBad – allerdings nicht auf Skiern, sondern auf Mountainbikes. Cam McCaul, Brett Rheeder und ihre Kumpanen haben sich für einen Monat in einem Haus in Queenstown, Neuseeland eingemietet. 30 Tage lang volles MTB-Programm, zusammengefasst in diesem 8-minütigen Film.

Klettern gehört zur E.O.F.T. wie Asterix zu Obelix. Allerdings gab es hier für mich die erste Überraschung des Abends: Es wurde ein Film zum Offwidth-Klettern gezeigt. Hartes Klettern, wo auch schon mal der Kopf zu Halten zum Einsatz kommt. Tom Randall und Pete Whittaker trainierten zwei Jahre lang in ihrem Keller, um den Offwidth-Cracks aus den USA zu zeigen, wo der Ziegenbock den Honig hat. Der Film Wide Boyz begleitet sie bei ihrem abenteuerlichem Versuch, den Century Crack, die härteste aller Offwidth-Routen in Moab (Utah) als erste zu klettern.

Meine Highlights der E.O.F.T.

Ein bisschen an meinen Trip an den Gardasee erinnert fühlte ich mich bei den beiden Filmen The Beginning und Petit Bus Rouge. Zwar waren unsere Sprünge beim Canyoning nicht so waghalsig, unsere Flüge mit dem Paraglider nicht so bekloppt wie bei den beiden Filmen, aber alleine das Anschauen der Schluchten und Gleitschirme ließ erhoffen, dass sich bald mal wieder die Möglichkeit eröffnet, eine der beiden – vielleicht sogar beide – Sachen machen zu können.

The Road from Karakol bei der E.O.F.T.Etliche herzhafte Lacher gab es bei The Road from Karakol. Kyle Dempster begibt sich auf eine abenteuerliche Reise durch Kirgistan, wobei er unbestiegene Gipfel erobern möchte. Die Anreise findet per Fahrrad statt. Allerdings sind kirgisische Straßen nicht mit den unseren zu vergleichen. hunderte Kilometer Schotterpiste verlangen Kyle so einiges ab. Als er dann auch noch für eine Erlaubnis zur Brückenüberquerung Unmengen an Schnaps mit den Militärs trinken muss, ist er völlig fertig. The Road from Karakol – ein Outdoorfilm mit Lachergarantie!

North Of The Sun Norway bei der E.O.F.T.In North of the Sun begeben sich die beiden norwegischen Surfer Inge Wegge und Jørn Nyseth Ranum auf ein Abenteuer in einer einsamen Bucht. Um auf der perfekten Welle surfen zu können, nehmen sie Kälte und die Polarnächte in Kauf und verbringen neun Monate in der Bucht. Ihre Unterkunft bauen sie aus Treibgut, wobei zum Beispiel Flaschen als Isolierung dienen. Den restlichen Müll aus dem Wasser sammeln sie und lassen ihn von einem lokalen Entsorgungsunternehmen nach Beendigung des Abenteuers per Helikopter entsorgen. Tolle Surfszenen mischen sich mit ökologischen Aspekten, im Saal herrscht gespanntes Waten auf den nächsten Witz. Großartiger Film! Davon will man nicht nur bei der E.O.F.T. mehr sehen.

Die Überraschung

Als Inge und Jørn nach dem Film die Bühne betreten, bricht im Saal tosender Applaus aus. Die beiden sympathischen Kerle stehen dem E.O.F.T.-Moderator Rede und Antwort. Auch dabei wickeln sie die Zuschauer mit ihrer charmanten Art und ihren frechen Sprüchen um den Finger. Ich bin gespannt, was es bald Neues von den beiden zu sehen gibt.

1 Kommentar

  1. Waren auch unsere Favoriten. Vor allem Sébastien, der Nordwand-Steilwand-Skifahrer. Kyle, der Kirgistan-Abenteurer und die beiden Norweger, die auf die perfekte Eiswelle warten. Canoing war noch nie bei der EOFT! Das war echt ein optischer Genuss…

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