Der kleine Tapir und die Berge


Der Sommer näherte sich und es duftete überall nach frischem Grün. Die ersten Bäume trugen ihr Blätterkleid und die Tiere krochen nach ihrem Winterschlaf aus ihren Höhlen. Auch Tapa, der kleine Tapir, schnupperte Sommerluft. Lange genug hatte er sich in seinem Laden in Leipzig versteckt – und dort hatte er so manchen Plan geschmiedet!

Während er den Winter im www.tapir-store.de verbrachte, träumte Tapa all die kalten langen Monate von der großen weiten Welt. Zu gerne wollte er schon immer in die Berge, einmal hoch hinaus in die ruhigen und abgeschiedenen Regionen, wo sich selten jemand hin verirrt. “Nach den vielen netten Kundengesprächen bei uns im Store habe ich mir einen Camping-Urlaub wirklich mal verdient”, dachte er sich. Das Mountain Safety Research Hubba Hubba hatte ihm im Laden schon den ganzen Winter über als Behausung gedient – und so wollte er auch bei seiner Reise nicht auf den Komfort des 2-Personen-Zeltes verzichten. “Zelte gehören doch nach draußen”, dachte er.

“Ja, zelten, das wird toll!”, quiekte Tapa und er erinnerte sich: “Als der erste Schnee fiel, hat mir ein Kunde doch von der Schönheit der Stubaier Alpen erzählt”. Und so stand das Ziel für seine Campingreise schnell fest. “Da soll es doch sooooooo toll sein”. Tapa hüpfte vor Freude und machte Luftsprünge. “Aber wie komme ich überhaupt da hin?”, fragte er sich und die Freude wich aus seinem Gesicht. “Zu Fuß bin ich ja Taaaaage unterwegs”.

Frustiriert legte Tapa sich schlafen, jedoch rollte er sich die ganze Nacht von einer Seite auf die andere, konnte kaum schlafen. In seinem Kopf schwirrte diese eine Frage: “Wie komme ich bloß in die schöne Stubaier Berge?”.

Der nächste Tag begann und die Sonne den Laden durchflutete, öffnete Tapa sein Zelt. Draußen waren schon die ersten Kunden zwischen den Regalen unterwegs und suchten nach interessanten Ausrüstungsgegenständen. “Ach hallo, wohl gerade erst aufgestanden, was?”, hörte Tapa eine Stimme hinter sich sagen. Er drehte sich um. “Ja, ich musste die ganze Nacht über etwas nachdenken. Vielleicht kannst du mir ja helfen.” Die Frau, in deren Gesicht Tapa blickte, schaute verwundert. “Das kommt ganz darauf an…”, sagte sie. “Ich möchte Urlaub in den Stubaier Alpen machen”, berichtete Tapa, “aber ich weiß nicht, wie ich da hin kommen soll”. Eine kleine Träne kullerte über Tapas Rüssel.

Die Frau lächelte. “Das ist doch kein Problem”, sagte sie mit ruhiger Stimme und Tapa schaute sie verwundert an. “Wirklich? Ich möchte so, so gerne da hin. Ein Kunde hat mir im Winter von den Bergen dort erzählt. Ich möchte mein Zelt einmal an einem anderen Ort aufbauen als hier im Geschäft!” Tapa war Feuer und Flamme, als er von seinem Vorhaben berichtete. “Das ist wirklich kein Problem”, beruhigte ihn die Frau. “Ich fliege morgen mit einem großen Heißluftballon in die Berge – und ich kann dich mitnehmen!” Tapa hüpfte auf der Stelle. Zu gerne hätte er einen Purzelbaum geschlagen. “Juhuuuuu! Ich kann endlich in die Berge! Juhuuuu!”

Die folgende Nacht wälzte Tapa sich in seinem Schlafsack hin und her. Er war müde, aber seine Freude war so groß, dass er einfach nicht schlafen konnte. “Was nehme ich bloß alles mit?”, fragte er sich die ganze Zeit, und so kroch er aus seinem Zelt und machte einen Streifzug durch die Regale des Ladens. “Das hier, brauche ich das wirklich?”, fragte er sich immer wieder. “Mir hat mal jemand erzählt, dass man nicht zu viel mitnehmen soll”, erinnerte er sich und stellte die Dinge wieder behutsam in das Regal zurück. Die halbe Nacht schlich er durch den Laden – und am nächsten Morgen hatte er ein paar nützliche Dinge gefunden, die er in seinem Deuter ACT Lite 50+10 verstauen konnte. Nicht viel, aber gerade so viel, dass er eine Nacht damit auskommen würde:

Aus seinem Zelt nahm er das altbewährte Compressible Pillow Kopfkissen und die Z-Lite Isomatte von Therm-A-Rest mit. Auch an die Nacht hatte Tapa gedacht: Mit der Black Diamond Orbit Lampe brauchte er sich im Dunkeln nicht zu fürchten – und für den kleinen Hunger packte er den Trek’n Eat Elchfleisch Gourmet Topf ein. “Aber worauf soll ich den denn erhitzen?”, dachte er sich und packte auch den Optimus Crux Kocher und das MSR Base 2 Pot Set in seinen Rucksack. “Und was ist, wenn es in den Bergen nachts kalt wird?” fragte Tapa sich. “Ach, dafür nehme ich einfach meinen Yeti V.I.B 600 Schlafsack aus meinem Zelt mit”, und er machte sich an das Packen seiner Sachen.

Als die ersten Lichtstrahlen zwischen den Regalen des Ladens hindurch blinzelten, war Tapa mit dem Packen seines Rucksacks fertig. Voller Vorfreude machte er sich auf in den gegenüberliegenden Park, wo der Heißluftballon der netten Frau vom Vortag starten sollte. “Wow, ist das ein imposantes Ding!”, staunte Tapa, doch viel Zeit blieb ihm nicht, denn die Frau im Korb des Ballons winkte bereits. Mit einem beherzten Sprung landete Tapa neben der Frau im Korb. “Wir heben gleich schon ab”, erklärte die nette Frau und ehe Tapa sich umsehen konnte, verließ der Korb den Boden. Immer höher stieg der Ballon und Tapa sah seinen geliebten Store unter sich verschwinden.

Der Wind stand günstig und Tapa und die nette Frau flogen in Windeseile über Ingolstadt und München, über Innsbruck auf die Berge zu. Bereits hinter Innsbruck quiekte Tapa: “Endlich! Die Berge!”, und die nette Frau musste ihn bremsen, damit er vor lauter Freude nicht über die Reling des Korbes sprang. “Gleich sind wir da! Gleich sind wir da!”

Tapa hatte noch nicht ausgesprochen, da merkte er, wie der Ballon an Höhe verlor. “Warum gehen wir runter?”, fragte er die nette Frau. “Wir wollen nahe der Seducker Hochalm landen”, erklärte sie. “Da ist es am schönsten und du kannst fast überall dein Zelt aufstellen. Der Hüttenwirt ist erst im Juni wieder dort oben. Du kannst also machen, was du willst und bist völlig alleine”.

Und mit einem Rums landete der schwere Korb schon auf der Wiese neben der kleinen Holzhütte. “Wir sind da! Wir sind da! Wir sind da!”, freute sich Tapa und machte einen so heftigen Freudensprung, dass er aus dem Korb fiel. “Vergiss deinen Rucksack nicht”, sagte die nette Frau im Ballonkorb und reichte ihm seinen Rucksack mit der Ausrüstung für die Nacht in den Bergen. Tapa bedankte sich. Er drehte sich herum und schaute umher. “Das alles ist so schön hier oben! Aber was passiert, wenn…” Er drehte sich herum und sah, wie der Korb des Ballons den Boden wieder verließ. “Hey, wo willst du hin?”, rief er der netten Frau hinterher. “Die Berge lernt man am besten alleine kennen. Nimm dir die Zeit und lass deinen Gedanken freien Lauf”, gab die nette Frau ihm mit auf den Weg, bevor sie als kleiner Punkt am Himmel verschwand.

“Jetzt bin ich ganz alleine hier oben”, sagte Tapa zu sich selber und kletterte auf einen Felsen. “Und wie klein da unten alles ist… So unbeschreiblich klein!” Er blieb noch stundenlang auf dem Felsen sitzen und schaute ins Tal. Als es zu dämmern begann und die Sonne sich bereits hinter die Gipfel zurück gezogen hatte, machte er sich an den Aufbau seines Zeltes. Er breitete die Isomatte und seinen Schlafsack aus, bevor er noch einmal auf den Felsen zurück kehrte und noch einmal ins Tal schaute. “So unbeschreiblich klein…”, murmelte er und verschwand tief beeindruckt in seinem Zelt. Dort schaltete er seine Lampe ein – und jeder im Tal sah sein beleuchtetes Zelt, das hoch über ihren Köpfen thronte.

Diese Geschichte ist Teil des Camping-Gewinnspiels vom Tapir Store Leipzig.

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