04. Mrz 2010 um 10:27 | Kategorie:
Allgemein,
Ausrüstung,
Fotografie |
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Fotografiebegeisterte Freunde des Draußen-Sports kennen diesen Zwiespalt: Welche Kamera nehme ich mit auf die anstehende Tour? Soll es die kleine Kompaktkamera oder die Spiegelreflexkamera sein? Will ich an Gewicht oder Qualität sparen?
Die Kompaktkamera
Ganz klar punktet die kompakte Digitalkamera durch ihr Gewicht – solange es sich um ein neueres Modell handelt. Anders als der große Bruder Spiegelreflexkamera benötigt sie wenig Stauraum. Dieser Vorteil spielt sich besonders auf langen Touren aus.
Viele der modernen Tourenrucksäcke bieten einen Extra-Stauraum am Hüftgurt, in die die meisten Digitalkameras hinein passen. So ist ein schneller Zugriff gewährleistet und der Rucksack kann da bleiben, wo er ist – auf dem Rücken.
Minuspunkte sind für die meisten Digitalkameras in Sachen Qualität zu vergeben. Die kompakte Technik erlaubt es meist nicht, Fotos von guter Qualität zu schießen – ein Ärgernis, wenn man die schönsten Motive vor der Linse und die falsche Kamera im Gepäck hat …
Die Spiegelreflex
Die Spiegelreflex punktet eindeutig durch die Qualität der Bilder. Nichts ist ärgerlicher als verwackelte oder unscharfe Bilder. Will man seine Urlaubsbilder nach der Tour verarbeiten, ist eine Spiegelreflex einer Digitalkamera unbedingt vorzuziehen.
Punktabzüge gibt es selbstverständlich beim Gewicht. Zu der Kamera gehört meist noch ein zweites Objektiv in den Rucksack, nicht selten ein Stativ und/oder ein Blitz. Nicht nur, dass das Equipment das Gewicht erhöht – es nimmt zudem noch einiges an kostbarem Platz in Anspruch. Hinzu kommt die Frage: Wo verstaue ich das Gerät?
Während Digitalkameras oftmals um den Hals getragen werden können oder in einer Tasche am Hüftgurt ihren Platz finden, bleibt für die Spiegelreflex oft nur das Hauptfach des Rucksacks übrig. Das hat zur Folge, dass bei jedem Motiv, das sich dem Fotografen gerade bietet, der Rucksack abgenommen werden muss. Ein lästiges Übel, wenn man nicht auf qualitativ hochwertigere Fotos verzichten möchte. Und da sich auf langen Touren meist viele Motive finden, auch ein zeitraubendes Unterfangen.
Fazit
Wie auch bei den Digitalkameras empfiehlt es sich auf langen Touren, mehrere Akkus und Speicherkarten einzupacken. Pluspunkt für die Digitalkameras, denn ihre Akkus sind meist kleiner und somit leichter und ebenfalls besser zu verstauen.
Sicher eignet sich die kleine Digitalkamera für ein paar Schnappschüsse auf der Tour, jedoch empfiehlt es sich, ein paar Dinge abzuwägen:
- Was will ich nach der Tour mit den Fotos machen?
- Wieviel Mehrgewicht bin ich bereit zu tragen?
- Welche zusätzliche Ausrüstung würde ich zu einer Spiegelreflexkamera noch in den Rucksack packen?
- Mit welcher Qualität der Fotos gebe ich mich zufrieden?
- Gehe ich wegen der Fotos auf Tour oder möchte ich auf Tour fotografieren?
Darüber hinaus gibt es für jeden Einzelnen noch weitere Faktoren, die es vor Tourbeginn abzuwägen gilt. Auf unserer Hüttentour im Juli werde ich wahrscheinlich eine Canon EOS 400D mitnehmen, sofern es der Stauraum im Rucksack zulässt. Meine Devise: Schöne Reisen sind schöne Fotos wert – und was schön sein will, muss ja bekanntlich leiden …
Wenn ihr bereits Erfahrungen mit Kamera und Kameraausrüstung auf Tour gemacht habt, lasst es uns wissen. Wir sind – wie immer – für jeden Tipp dankbar!