Camping deluxe dank dem CAMPWERK Zeltanhänger

Zelten mit der Familie stellt Mama und Papa manchmal vor große Herausforderungen. Zwar waren wir mit unserer Kleinen noch nicht „richtig“ zelten, eine erste Freiluftübernachtung gab’s für die kleine Outdoor-Maus aber in einer nicht alltäglichen Temporärbehausung. Die Firma Campwerk aus Mülheim an der Ruhr hat uns ein Wochenende lang einen Zeltanhänger zur Verfügung gestellt.

Mit Michael Krämer, seines Zeichens Inhaber der Anhänger- und Dachaufbautenschmiede, hatte ich im Jahr 2012 schon mal Kontakt. Damals schwebte uns (Jörg und mir) vor, einen Vergleichstest zwischen einem Zeltanhänger von Campwerk und einem SpaceCamper zu machen. Von SpaceCamper haben wir nie eine Antwort bekommen. Anders als von Michael, der sich sofort meldete und unsere Idee super fand. Es gingen viele E-Mails hin und her und ein Winter kam uns in die Quere, zudem noch einige Messen und andere Termine, bis wir ein Wochenende im Juli diesen Jahres ausgemacht hatten.

Michael hatte uns einen Anhänger zusammengestellt, den ich an einem Freitag abholen durfte. Da ich keine Anhängerkupplung am Auto habe, stellte mein Chef mir den Firmenwagen zur Verfügung, da er selber total an dem Faltcaravan interessiert war. Gegen Mittag fuhr ich also mit unserem Firmen-Sprinter auf das Gelände der Campwerk-Jungs, wo ich sehr freundlich begrüßt wurde. Bei einer Tasse Kaffee zeigten die Jungs mir ihre Halle und die Büros und wir kamen schnell ins Gespräch.

Campwerk Economy AnhängerzeltNachdem wir unseren Rundgang beendet hatten, ging es zu einem Campwerk Economy Anhängerzelt auf einem Offroad-Anhänger, der in der Ausstellung der Halle aufgebaut war. Der sollte es sein! Und ich war ein bisschen nervös, als ich das gute Teil dann endlich vor mir stehen sah. Ritsch-ratsch, Reißverschluss auf und mitsamt Kaffeetasse rein in die gute Stube.

Im Inneren des Economy Anhängers war ich erst einmal überwältigt vom Platzangebot. Obwohl der Anhänger ohne Vordach aufgebaut war, war im Zeltanbau genügend Platz für Taschen usw. Mit einer Höhe von 2,70 m und einer Bodenfläche von 2,10 x 2,20 m genau richtig für ein entspanntes Stehen und Bewegen. „Moment, die Taschen kommen gleich weg“, erklärte mir der Campwerk-Mitarbeiter und mit einem Griff unter die Matratze öffnete er eine Luke, die den Stauraum im Anhänger freigab. „Hier sollte doch genug Platz sein, oder?“ – Wahnsinn! Hier passen locker Klamotten für einen mehrwöchigen Urlaub rein. Und damit nicht genug.

Matratze mit Foli-FederungWo wir gerade bei der Matratze waren: Bei unserem Modell hatte Campwerk die 10 cm dicke Schaummatratze gegen eine spezielle Matratze aus 6 cm Kaltschaum und 7 cm Visco-Schaum ausgetauscht, die sich der individuellen Körperform anschmiegt. Eine spezielle Froli-Bettfederung sollte das Paket für den perfekten Schlaf abrunden. Zu erwähnen ist nämlich: Es gibt fast nichts, was man an Extras nicht dazu bestellen kann: Ob Küchenzeile aus Edelstahl, Komfort-Matratze, Bodenplanen und vieles mehr – bei Campwerk bleiben quasi keine Wünsche offen.

Aber zurück zum eigentlich Test: Nach der ersten Staune-Einheit folgten noch einige Erklärungen zum Aufbau des Anhängers und des Zeltes. Stützen für die Stabilität auskurbeln, Zelt ausklappen, Gestänge einbauen Fenster und Türen bedienen. Das war es schon! Nun durfte ich Hand anlegen und das Zelt selber einmal aufbauen. Ein Kinderspiel. Auch das Zusammenlegen des Zeltes auf dem Anhänger ging einfach und schnell von der Hand. Es konnte also losgehen.

Bevor ich vom Campwerk-Hof fuhr, wollte ich von Michael dann doch noch den ungefähren Preis des Anhängers wissen, mit dem ich da durch die Gegend fahren sollte. Michael hatte mir wirklich eine Deluxe-Version zusammengestellt und nannte mir einen fünfstelligen Betrag. Mein lieber Mann! Vorsichtig fahren, Herr Jansen! Und so machte ich mich über die Autobahn auf den Weg in die Eifel. Dort angekommen konnte ich es kaum erwarten, den Anhänger abzustellen und mit dem Aufbau zu beginnen. Wenn ich auch einen anderen Unterbau unter unserer Behausung für das Wochenende hatte, erklärt das folgende Video von Campwerk den Aufbau des Zeltanhängers sehr gut.

Dank der Anweisrungen und den Tipps des Campwerk-Mitarbeiters war unsere Temporär-Behausung fix aufgebaut und wir konnten schon bald einziehen. Zugegeben: Während das Zelt bzw. der Anhänger relativ schnell aufgebaut war, bedurfte es beim Vorzelt, das während der Fahrt im Laderaum des Anhängers verstaut war ein wenig mehr Zeit, da es in der Ausstellung im Campwerk nicht mit aufgebaut war und ich keine Einweisung bekommen konnte.

Aufbau des VorzeltsNach ein wenig Gehirnakrobatik und einigen Versuchen stand aber auch das Vorzelt, das das Faltzelt um etwa die selbe Fläche erweitert. Damit keine unnötige Luft mehr ins Vorzelt dringen konnte, hängte ich noch schnell die Verkleidung der Heckklappe des Anhängers auf – und fertig war das Zelt-Chalet. Schon beachtlich, auf welche Größe man da kommt. Unter dem Vorzelt, dessen Seitenwände einzeln herausnehmbar sind, hatte sogar noch eine Bierzeltgarnitur Platz, auch wenn diese nicht in den Anhänger passt. So kann man selbst an Regentagen völlig geschützt unterkommen. An der Heckklappe des Anhängers lässt sich bei Bedarf eine Küchenzeile aus Edelstahl einhängen, so dass man das Vorzelt zum Küchenzelt umfunktionieren kann.

Unser Fazit zum CAMPWERK Economy Zeltanhänger

Der Economy Zeltanhänger von Campwerk ist tatsächlich eine Klasse für sich und auf dem Campinggelände sorgten wir für Aufsehen, denn jeder wollte eine Erklärung über den Aufbau oder einen Tipp zur Handhabung haben. „Wie schnell kann man das denn auf- und abbauen?“, „Was kostet sowas denn?“ oder „Gibt’s denn da auch genug Stauraum?“ sind nur einige der Fragen, die wir an diesem Wochenende zu hören bekamen. Zwei Mal noch musste ich das Zelt zu Demonstrationszwecken zusammen- und wieder auseinander bauen, um auch die letzten Kritiker von der Handhabung und der Robustheit der verarbeiteten Materialien zu überzeugen.

Die beste Bestätigung, dass das Campen mit dem Campwerk Zeltanhänger absolut genial war, gab uns unsere Tochter: Sie schlief das ganze Wochenende durch – ohne zu Murren und zum ersten Mal unter freiem Himmel. Besser kann es bei der Camping-Premiere nicht laufen.

Links
  • Umfangreiche Informationen zu den Produkten von Campwerk erhaltet ihr auf deren Webseite.
  • Einen weiteren Bericht zu den Produkten der Mülheimer gibt es bei www.adventuremedia4u.de.
  • Der Campwerk Economy Anhänger war auch Teil des ADAC-Faltcaravantest 2011. Dort gibt es achtseitiges PDF mit der Printversion des dazu erschienenen Artikels.
Weitere Bilder

4 Kommentare

  1. Danke für den Herstellertipp! Wir hatten uns bisher nur mit dem Zeltanhäger Traildog von http://www.3dogcamping.eu beschäftigt. Was wir uns aber gefragt haben ist, wie „kindertauglich“ ist das Camping-Leben mit einem Zeltanhänger wirklich? Ist das bei Wind und Wetter wirklich empfehlenswert? Wir sind dankbar für jeden Tipp, der uns bei der Recherche nach dem „perfekten Familien-Abenteuer-Mobil“ hilft! http://matschbar.com/der-traum-vom-familien-outdoor-und-abenteuermobil/

    • Hi Philipp, wir konnten den Hänger ja nur bei gutem Wetter testen, aber er machte jetzt nicht den Eindruck, dass Wind und Wetter ihm etwas anhaben könnten. Ganz im Gegenteil: Die Konstruktion sah sogar sehr stabil aus. Das Platzangebot ist ja modular erweiterbar, so dass man sich bei schlechtem Wetter auch entsprechend der beengten Verhältnisse aus dem Weg gehen kann.

      • …und es ist definitv abenteuerlicher als ein klassischer Wohnwagen :) Wir suchen eben etwas, nun sagen wir nicht zu spießiges. Die richtig coolen Ausbauten wie z.B. die von Bimobil gehen aber leider zu sehr ins Geld. Welche 4/5-köpfige Familie hat so mal eben über €100k für ein Freizeit-Fahrzeug übrig? Wir zumindest nicht. Leider. Würde mich freuen, wenn sich noch mehr Tipps finden!

  2. Pingback: Kurzvorstellung CAMPWERK - Faltcaravans aus Deutschland

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