Brooks PureGrit 4 Trailrunningschuh

Dass ich ja seit einiger Zeit Brooks Ambassador of #runhappy bin, dürfte seit einem der letzten Beiträge bekannt sein. Als solcher komme ich natürlich in den exklusiven Genuss, nicht nur mit vielen anderen Bloggerkollegen durch die Gegend zu laufen oder mir interessante Sachen anzuschauen, sondern darf auch das heißeste Brooks-Zeuchs testen.

Sehr gut also, dass der Schuhhersteller aus Amsterdam mit dem Brooks PureGrit 4 einen Trailrunning-Schuh im Sortiment hat, der den Grip eines Wanderschuhs mit dem Tragekomfort eines leichten Laufschuhs verbinden soll. Ob ihnen das gelingt, klären wir später in diesem Beitrag. Vorweg schauen wir auf das, wovor uns immer alle warnen, wenn es darum geht eine längerfristige Beziehung einzugehen. Oft hört man dann „Du darfst nicht nur nach dem Aussehen gehen. Die inneren Werte zählen“, aber genau das werde ich als allererstes tun.

Design des Brooks PureGrit 4

Ein spaciger Laufschuh in abgestimmten Farben mit einem eindrucksvollen Wabenmuster. Das schoss mir als erstes in den Kopf, als ich den blauen Brooks-Karton öffnete. Dunkles Blau, knalliges und dezentes Orange wechseln sich harmonisch ab. Das ganze wird lediglich durch einen halbtransparenten Streifen mit roter Umrandung unterbrochen, der einmal quer über den Mittelfuß führt. Auf dem Vorderfuß reflektiert ein Haken einfallendes Licht, an der Ferse sorgt ein kleine Punkt für die Lichtreflektion. Hier, wo das Grundmaterial nicht mehr orange, sondern dunkelblau gefärbt ist, gehen die gummierten Waben in ein dunkles Rot über.

Reflektoren am Brooks PureGrit 4

Alles in allem harmonisiert das Design des Schuhs sehr. Das Design vom Vorfuß mit den gummierten blauen Waben auf orangem Grund wird nach dem Durchbrechen durch den halbtransparenten Streifen am Mittelfuß an der Ferse durch rote Waben auf dunkelblauem Grund wieder aufgefangen.

Überarbeitete Sohle

Feines Noppenprofil des Brooks PureGrit 4Die Sohle des PureGrit 4 wurde im Gegensatz zum Vorgängermodell noch einmal neu überarbeitet. Hierbei unterstützte Brooks niemand geringerer als Scott Jurek, einer der berühmtesten Trailläufer weltweit. Gemeinsam war man sich einig, dass die Außensohle nach innen geformt sein muss. Diese breitet sich unter Krafteinwirkung aus und ermöglicht so ein ausbalancierteres Aufsetzen. Mit dem aggressiven hexagonalen Stollenprofil bietet der PureGrit eine überragende Traktion und hervorragenden Grip auf Waldboden und feinem Kies, bei grobem Gestein oder nassen Untergründen wird es allerdings schnell rutschig. Da, wo es kann, sorgt das Multistollen-Noppenprofil aber für optimalen Halt.

Schutz der ZehenNeben dem Ballistic Rock Shield, das den Läuferfuß vor Steinen und Wurzeln schützt, setzt Brooks auf der die das den Toe Guard. Diese am Zehbereich höher gezogene Sohlenfortsatz sorgt für zusätzlichen Schutz und gibt im steilen Anstieg noch einmal extra Grip. Ebenfalls ist die Sohle im Fersenbereich ein wenig höher gezogen worden, um auch dort den Fuß bestmöglich zu schützen.

Die Zwischensohle aus BioMoGo DNA-Dämpfungsmaterial sorgt für ein gutes Landegefühl. Hier stimmt die Mischung, denn für meine Verhältnisse ist nichts zu hart oder zu weich. Passt für mich. BioMoGo haltbarer als herkömmliches EVA, gleichzeitig aber auch weicher, angenehmer und flexibler in seinem Tragekomfort.

Schutz der FerseDer Wert der Tuned Density Zwischensohle liegt bei meiner Größe bei 54 Shore. Diese Systemeinheit beschreibt die individuelle Mittelsohlenhärte in Abhängigkeit von Geschlecht und Gewicht. Hier unterscheidet Brooks in drei verschiedene Härtegerade, um für jeden das optimale Dämpfungsmaß zu garantieren, d.h. leichtere Läufer brauchen eine weichere Mittelsohle als schwerere Läufer. Hierbei wird die Härte der Zwischensohle anhand der Albert Shore-Skala gemessen, bei der eine größere Zahl eine höhere Härte bedeutet. Damenmodelle besitzen auf der Grundlage dieser Skala eine Shore-Härte von 50, Herrenmodelle in den Größen US 7 – 10,5 eine Härte von 54 bzw 57 Shore bei US 11 – 15.

Weitere Features

Besonders interessant finde ich das Nav Band. Dieses über den Mittelfuß laufende Gummiband hält den Fuß dort, wo er hin gehört. So wird die immer richtige Position für den Fuß gehalten, was man beim Laufen deutlich merkt.

Design Brooks PureGrit 4Als Obermaterial wurde das in vielen Einsatzbereichen und gerade bei Schuhen sehr beliebte Mesh eingesetzt, das an den neuralgischen Stellen mit den bereits erwähnten gummierten Waben überzogen wurde. Hierbei wurde allerdings nicht bedacht, dass das Mesh zwischen den Waben trotzdem anfällig für Risse und Schnitte ist. So hat scharfkantiges Geröll mir bei einem Downhill in den Alpen bereits die erste Macke beschert, was aber (noch) rein kosmetisch ein Problem darstellt.

Das Gewicht des PureGrit 4 liegt bei Schuhgröße 43 bei 287 Gramm pro Schuh, was realtiv leicht für einen funktionalen Trailrunningschuh ist.

Fazit

Der Brooks PureGrit 4 macht im Gesamten einen soliden und guten Eindruck. Das Design gefällt nicht nur mir super gut – ich wurde sogar schon von fremden Menschen darauf angesprochen. Und das ist mir bisher bei noch keinem Schuh passiert. Außerdem trage ich den PureGrit auch gerne als Freizeitschuh, was für seine optimale Passform und das gelungene Zusammenspiel aus Zwischensohle, Nav Band und Außensohle spricht.

Wie bereits erwähnt könnte der Schutz des Meshs im Zehenbereich ein bisschen besser sein, aber das ist Makulatur. Da wollen wir mal nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen.

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Hinweis
Der Brooks PureGrit 4 wurde mir als „Ambassador of runhappy“ von Brooks zur Verfügung gestellt, was diesen Test jedoch nicht beeinflusst hat. Alle Tests auf der Outdoorseite werden gewissenhaft durchgeführt und zeigen sowohl positive als auch negative Aspekte des getesteten Produkts auf.

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