Banff Mountain Film Festival World Tour 2013

Die diesjährige Banff Mountain Film Festival World Tour, die seit dem 16. Februar 2013 durch Deutschland, Österreich und die Schweiz unterwegs ist, machte am 11. März dann auch endlich in Aachen Halt. Wir waren vor Ort und konnten uns mal wieder von den insgesamt sieben Filmen zum Träumen animieren lassen.

Bereits seit 1976 pflegt man in Banff inmitten der Canadian Rockies den Mountainfilm. Jedes Jahr im November findet dort das Banff Mountain Film Festival statt, dessen beste Filme danach auf große Welttournee gehen. Das wusste auch die zahlreichen Outdoor-Enthusiasten, die sich schon weit vor Beginn der Vorstellung vor dem Cineplex Aachen versammelten, wo die Show mit ein bisschen Verspätung um 20:07 Uhr begann.

Filme

In Zusammenarbeit mit PrimaLoft® und Vaude präsentierten die Veranstalter insgesamt sieben Kurzfilme und ließen uns ca. 120 Minuten lang von allem träumen, was das Outdoorerherz begehrt. Ob Bigwallklettern, eine Reise zum Südpol oder atemberaubende Timelapse-Aufnahmen – an diesem Abend war alles dabei.

"Mountains In Motion" bei der Banff Mountain Film Festival Tour 2013

Mountains in Motion

Diese Timelapse-Aufnahmen eröffneten den Abend und beeindruckten mit fantastischen Bildern und einer gelungenen Story. Schöner als mit diesen tollen Bildern konnte ein solch spannender Abend nicht beginnen.

"Viva La Vie" bei der Banff Mountain Film Festival Tour 2013

Viva La Vie 

Die Schweizerin Nina Caprez und der Amerikaner Jonathan Siegrist machen sich auf, um in der Verdonschlucht in Frankreich Routen zu klettern, die dort vor über 20 Jahren eröffnet wurden und an denen die Kletterer der 80er und 90er Jahre so den Grundstein für das moderne Sportklettern legten.

"The Last of the Great Unknown" bei der Bannf Mountain Film Festival World Tour 2013

The Last of the Great Unknown

Rich Rudow und sein Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, auch 140 Jahre nach John Powell, den Grand Canyon weiter zu erkunden. Dabei interessiert sie hauptsächlich nicht der weite Blick über die Schluchten, sondern das, was sie in sich verbergen. Während ihrer Erkundungstouren müssen sie sich häufig abseilen, um in das weit verzweigte Netz aus hunderten von schmalen Schluchten gelangen zu können.

"Strength in Numbers" bei der Banff Mountain Film Festival Tour 2013

Strength in Numbers

Matt Hunter, Wade Simmons, Ludovic May, Cam McCaul uvm. zeigen Downhill- und Freestyle-Action vom Feinsten. Dabei blicken die Amerikaner auch mal über den Tellerrand und finden geniale Trails in der Schweiz.

"Moonwalk" bei der Banff Mountain Film Festival World Tour 2013

Moonwalk

Kletterer und Slackliner Dean Potter sieht beim Versuch, die Highline seines Lebens zu laufen, ein bisschen aus wie der Mann im Mond, als er beim Free Solo vor nachtblauem Himmel und fahler Mondscheibe über sein Seil balanciert.

"The Gimp Monkeys" bei der Banff Mountain Film Festival Tour 2013

The Gimp Monkeys

Selbst mit zwei Armen und Beinen ist Bigwallklettern eine Riesenherausforderung. Die Gimp Monkeys Craig De-Martino, Jarem Frye und Pete Davis haben zusammen drei Köpfe, vier Arme und fünf Beine. Wer das Kopfrechnen einigermaßen beherrscht, merkt sofort, dass die Jungs jeweils mindestens ein Handicap haben. Das Klettern hängen sie aber deshalb nicht an den Nagel. Im Gegenteil: sie wollen die Big Wall El Capitan im Yosemite National Park bezwingen.

"Crossing the Ice" bei der Banff Mountain Film Festival World Tour

Crossing the Ice

Niemand hat den Südpol bisher „By fair means“, also ohne jegliche motorisierten Hilfsmittel erreicht. Die beiden Australier Cas und Jonesy, die in ihrem ganz Leben noch nie auf Skiern gestanden haben, wollen genau das versuchen – hin und zurück. Aber sie sind nicht die Einzigen, die sich den Titel „Erste Menschen am Südpol, die ohne motorisierte Hilfe dort hin gekommen sind“ holen wollen. Der Norweger Aleksander Gamme ist ebenfalls auf dem Weg zum südlichsten Punkt der Erde – und er ist quasi auf Skiern zur Welt gekommen.

Fazit

Ein absolut gelungener Abend mit tollen Filmen. Meine Favoriten waren natürlich Cas und Jonesy, die zum Ende hin noch mal das Stimmungsbarometer schwanken ließen zwischen Mitleid und absoluter Ulkerei. So war auch dank der anderen Beiträge für jeden etwas dabei.

Ich freue mich also auf die Beiträge im nächsten Jahr!

2 Kommentare

  1. Ja Mensch Axel, da haben wir uns ja mal eiskalt verpasst, was?! Sehr schade!
    Aber ich kann Deine Meinung nur teilen – es war ein sehr gelungener Abend!

    Lieben Gruß,
    Corinna

    • Naja, ich hätte ja auch vorher mal abfragen können, wer alles kommt :) Aber da die outdoorbloggerische Dichte hier in der Ecke ja nicht so hoch ist, hab ich auch nicht dran gedacht. Vielleicht beim nächsten Mal…

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