Dieses Wochenende stand wieder ganz im Zeichen des Geocachens. Mit Volker, der schon am Freitag Abend aus Gießen angereist war und sein Fahrrad mitgebracht hatte, wurden in den letzten zwei Tagen wieder einmal ein paar Döschen gesucht und so nebenher noch ein paar Kilometer auf dem Fahrrad abgespult. So ging es am Samstag mit dem Fahrrad von Aachen nach Würselen, ein Mal rund um das Wurmtal und durch die Soers zurück nach Hause. Auf der 19,5 km langen Strecke konnten wir 9 Caches heben, wobei sich einer als ganz besonders herausstellte: Der Cache “Unten und doch oben” (GC1RPPT), der sich auf unserer Route befand, wurde erst einen Tag vorher versteckt. Als wir fast bei der Suche verzweifelten, sprach uns ein Pärchen an, das ebenfalls auf der Suche war. Als wenige Sekunden später ein Radfahrer, der auch auf der Suche nach dem Cache war, zu uns stieß, waren wir zu fünft und konnten so das Döschen ziemlich schnell finden. So hatte ich also meinen ersten FTF (Found the first) direkt im Team mit anderen Geocachern und konnte so andere Leute kennen lernen, die das selbe Hobby haben.
Auf der Rückfahrt durch die Soers beschlossen wir dann, noch einen von dem vorher kennen gelernten Pärchen versteckten Cache am Elisenbrunnen mitzunehmen und konnten so am Ende unserer Tour satte 9 Geocaches verbuchen.
Nach einer Familienfeier in Düren ging es dann noch einmal los. Zusammen mit Doris, Jan, Petra und Volker machten wir uns auf, einen sog. Nacht-Cache zu heben. Dieser ist nur im Dunkeln zu finden, da die Strecke anhand von Reflektoren gefunden werden muss. So sollte dieser Cache ein weiterer historischer Fund werden, denn einen solchen Multi-Cache hatte ich noch nicht auf meinem Konto verbucht – auch noch keinen Nacht-Cache…
Nachdem wir uns im Wald am Ende der Strecke und nach fast allen gelösten Aufgaben ordentlich verhaspelt und einmal fast zu Tode erschrocken hatten, sahen wir gegen 02:30 Uhr an einer Böschung weitere Taschenlampen. Nach einer kurzen Kontaktaufnahme stellte sich heraus, dass eine andere Gruppe auch unterwegs war, diesen Nacht-Cache zu heben. So lernten wir die “Wurzelhalm Diebe” kennen und beschlossen gemeinsam, die Suche abzubrechen und an einem anderen Tag fortzusetzen. Mit 12 Leuten dann unterwegs zum Ausgangspunkt hoben wir mit den Dieben noch einen Tradi (Traditional Cache) in der Nähe, der wieder aktiviert worden war.
Am Sonntag rund um Aachen
Nach ein paar Stunden Schlaf schwangen wir uns am Sonntag Mittag gegen 13 Uhr wieder in den Sattel. Bereits morgens hatten wir uns eine Route heraus gesucht, die von Aachen aus über die Vennbahntrasse, über Eilendorf, Verlautenheide, Stolberg-Atsch, Büsbach und Kornelimünster, dann wieder über die Vennbahn nach Hause führt. Auf dieser 49,5 km langen Strecke waren die Caches nicht so zahlreich gesät wie am Vortag, aber es sollte in erster Linie auch ums Radeln gehen.
Als wir gegen Ende unserer Tour kurz vor Kornelimünster von einem Cache (der übrigens auch von dem am Vortag kennen gelernten Pärchen versteckt worden war) wieder zu unseren abgestellten Rädern kamen, musste ich feststellen, dass Dornen durchaus durch Fahrradmäntel stechen können und freundete mich ziemlich schnell mit dem Gedanken an, mein Fahrrad ein Stück schieben zu müssen. Also fragten wir auf dem weiteren Weg jeden Radfahrer nach Flickzeug, wurden aber nicht wirklich fündig. Erst als wir uns zur Nahrungsaufnahme (es war bereits 18 Uhr) in einem Biergarten an der Vennbahn niedergelassen hatten, konnte uns geholfen werden. Die “Bahnhofsvision” möchte ich hier nochmal besonders erwähnen, denn der Chef hatte sowohl Flickzeug als auch eine Autoventil-Pumpe für uns und half uns somit aus der Patsche. Aber auch das Essen und die nette Atmosphäre sind sehr zu empfehlen.
So ging es dann frisch gestärkt und mit geflicktem Reifen zurück in Richtung Heimat. Dort angekommen und nach einer kurzen Dusche ging es auch schon wieder los. Wir wollten schließlich unseren ersten Mutli-Cache finden… Also ab zum Lousberg, wo der “Bauersfrau und Teufel”-Multi (GC1MNNJ) quasi nur auf uns wartete. Die Tour zum Final des Caches ging rund um den Lousberg und so konnten wir noch ein paar wirklich schöne Plätze entdecken, die wir als Öcher selbst nicht kannten.
Nach dem Multi wollten wir noch weitere Caches machen, blieben aber von 0:30 Uhr bis 3:30 Uhr sowas von erfolglos, dass wir uns auf den Nachhause-Weg machten und den Cache-Tag beendeten.







Kein Kommentar zu ““Bike and Cache”-Wochenende”